Konversationsbasierte Abrechnung

Die konversationsbasierte Abrechnung war bis zum 30. Juni 2025 Metas Preismodell für die WhatsApp Business API: Abgerechnet wurde pro 24-Stunden-Fenster, nicht pro Einzelnachricht. Seit dem 1. Juli 2025 rechnet Meta pro Nachricht ab. Das 24-Stunden-Fenster gibt es weiterhin, aber nur noch als Regel dafür, wann frei formulierte Nachrichten erlaubt sind.

Was ist die konversationsbasierte Abrechnung?

Die konversationsbasierte Abrechnung war bis zum 30. Juni 2025 das Preismodell der WhatsApp Business API. Abgerechnet wurde nicht die einzelne Nachricht, sondern ein 24-Stunden-Fenster. Sobald es geöffnet war, waren alle Nachrichten darin inklusive, in beide Richtungen.

Seit dem 1. Juli 2025 gilt dieses Modell nicht mehr. Meta rechnet die WhatsApp Business Platform seitdem pro Nachricht ab. Der Begriff begegnet Ihnen trotzdem noch häufig: in älteren Ratgebern, in Angeboten anderer Anbieter und in Verträgen aus der Zeit davor. Wer heute kalkuliert, sollte ihn einordnen können und wissen, was an seine Stelle getreten ist.

Was sich zum 1. Juli 2025 geändert hat

Die Umstellung klingt technisch, verschiebt aber die Kostenrechnung spürbar:

  • Die Abrechnungseinheit. Früher zählte das geöffnete Fenster, heute zählt jede gesendete Nachricht.
  • Der Freibetrag. Die 1.000 kostenlosen Service-Gespräche pro Monat gehörten zum alten Modell und sind mit ihm weggefallen. Seit dem 1. Oktober 2026 gibt es wieder ein Freikontingent, diesmal für einzelne Nachrichten: 1.000 Service-Nachrichten je Telefonnummer und Monat.
  • Mehrere Nachrichten im selben Fenster. Die alte Faustregel, im offenen Fenster ruhig fünf Nachrichten zu schicken, weil ohnehin nur eine Gebühr anfällt, trifft nicht mehr zu.
  • Eingehende Nachrichten. Was Ihre Kundschaft schreibt, kostet weiterhin nichts. Das war vorher so und ist es geblieben.

Die vier Nachrichtenkategorien

Geblieben ist die Einteilung: Meta ordnet jede Nachricht einer von vier Kategorien zu, und der Preis hängt an dieser Kategorie und am Land der Empfängernummer.

  • Marketing: Werbebotschaften, Aktionen, Produktneuheiten, Newsletter. Die teuerste Kategorie, weil sie aktive Kundenansprache ist.
  • Utility: Servicenachrichten nach einer Kundenaktivität, etwa Bestellbestätigung, Versandstatus, Terminerinnerung oder Zahlungsbestätigung.
  • Authentifizierung: Einmalpasswörter, Zwei-Faktor-Codes, Sicherheitscodes.
  • Service: die frei formulierte Antwort Ihres Teams im 24-Stunden-Fenster. Bis zum 30. September 2026 kostenfrei, seit dem 1. Oktober 2026 zum Utility-Satz; die ersten 1.000 je Telefonnummer und Monat bleiben kostenlos.

Was das in Deutschland kostet

Die Sätze legt Meta fest. Sie unterscheiden sich je Kategorie und Land und dürfen bis zu viermal im Jahr angepasst werden, jeweils zum Quartalsbeginn. Für Deutschland nennt Metas eigene Preisliste (Stand 1. Oktober 2026):

  • Marketing: rund 11 Cent je Nachricht
  • Utility und Authentifizierung: rund 4,6 Cent je Nachricht
  • Service: rund 4,6 Cent je Nachricht, die ersten 1.000 je Telefonnummer und Monat kostenlos

Deutschland gehört damit zu den teuersten Märkten der Liste. Österreich und die Schweiz liegen bei Marketing bei rund 5 Cent und damit bei weniger als der Hälfte.

Am 1. Oktober 2026 hat sich das erneut geändert. Seitdem stellt Meta zwei Nachrichtentypen in Rechnung, die bis zum 30. September 2026 kostenfrei waren: die frei formulierte Antwort im 24-Stunden-Servicefenster und Utility-Nachrichten, die in dieses Fenster fallen. Abgerechnet wird zum Utility-Satz des jeweiligen Markts, die ersten 1.000 Service-Nachrichten je Telefonnummer und Monat bleiben kostenlos. Wer viel über den Service-Kanal beantwortet, sollte diesen Posten fest in seine Kalkulation aufnehmen. Die verbindlichen Sätze stehen in Metas offizieller Preisübersicht, eine ausführliche Rechnung für den DACH-Raum im Überblick WhatsApp Business API Kosten 2026.

Das 24-Stunden-Fenster gibt es weiterhin

Ein häufiges Missverständnis: Mit der Abrechnungseinheit ist nicht das 24-Stunden-Fenster selbst verschwunden. Es ist nur keine Preiseinheit mehr, sondern eine Regel. Frei formulierte Nachrichten dürfen Sie nur innerhalb von 24 Stunden nach der letzten Nachricht Ihrer Kundschaft senden. Danach ist wieder ein genehmigtes Message Template nötig. Das Fenster bestimmt also, was Sie senden dürfen, nicht mehr, wie viel es kostet.

Wie SendSeven abrechnet

Bei SendSeven zahlen Sie eine monatliche Paketgebühr mit inkludiertem Nachrichten-Kontingent, ohne Gebühr pro Nutzer und mit unbegrenzten Teammitgliedern und Kontakten. Metas Nachrichtengebühren rechnet Meta direkt mit Ihnen ab, sie laufen nicht über uns. Die Pakete finden Sie unter Preise, die Einordnung für kleinere Unternehmen im KMU-Leitfaden 2026.