SendSeven startet RCS in Deutschland: die Weiterentwicklung der SMS als günstigere Alternative zu WhatsApp
Die SendSeven GmbH schaltet RCS Business Messaging in Deutschland frei. RCS ist die Weiterentwicklung der SMS: dieselbe vorinstallierte Nachrichten-App auf dem Handy, aber mit verifiziertem Absender und interaktiven Elementen wie Bildern, Produkt-Karussells und Antwortvorschlägen. Nach Angaben der vier Netzbetreiber Telekom, Vodafone, O₂ und 1&1 sind darüber rund 70 Millionen Menschen in Deutschland erreichbar, ohne dass sie eine zusätzliche App installieren müssen. Der Start fällt in eine Phase steigender WhatsApp-Kosten: Zum 1. Oktober 2026 stellt Meta zwei Nachrichtentypen auf Rechnung, die heute kostenfrei sind, und eine WhatsApp-Marketingnachricht kostet in Deutschland nach Metas eigener Preisliste bereits rund 11 Cent. Eine RCS-Nachricht liegt mindestens 30 Prozent darunter. Bei SendSeven läuft RCS im selben Posteingang wie WhatsApp, SMS, E-Mail, Instagram und die weiteren Kanäle. Der Kanal ist ab sofort auf Anfrage verfügbar.
RCS: derselbe Weg aufs Handy, ohne zweite App
RCS (Rich Communication Services) ist der Nachfolger der SMS. In der Branche gilt der Standard als die Antwort von Google und den Mobilfunkbetreibern auf WhatsApp. Die Nachricht landet in der Nachrichten-App, die auf Android-Geräten und auf aktuellen iPhones bereits installiert ist. Die Kundschaft lädt nichts herunter und meldet sich nirgends an. Nach Angaben der RCS-Initiative der vier deutschen Netzbetreiber sind darüber rund 70 Millionen Menschen in Deutschland erreichbar.
Inhaltlich liegt RCS näher an WhatsApp als an der SMS: Bilder und Videos, Karussells mit mehreren Produkten, Buttons, Antwortvorschläge, Lesebestätigung und Tippanzeige. Wo die Textnachricht seit 1992 bei 160 Zeichen und einer nackten Absenderkennung stehengeblieben ist, sieht der Empfänger bei RCS eine Markennachricht, wie er sie aus dem Messenger kennt. Der Unterschied zu WhatsApp liegt weniger in dem, was die Nachricht kann, als in dem, worauf sie aufsetzt. RCS ist ein Mobilfunkstandard, der über die Netze von Telekom, Vodafone, O₂ und 1&1 läuft, kein Produkt eines einzelnen Konzerns.
WhatsApp wird zum 1. Oktober teurer, RCS liegt mindestens 30 Prozent darunter
Meta stellt zum 1. Oktober 2026 zwei Nachrichtentypen auf Rechnung, die bislang kostenfrei sind: die frei getippte Antwort des Teams im 24-Stunden-Servicefenster und Utility-Nachrichten (Servicenachrichten wie Bestell- oder Versandbestätigungen), die in dieses Fenster fallen. Abgerechnet wird zum Utility-Satz des jeweiligen Markts. Für Deutschland liegt dieser Satz bei [[SERVICE_SATZ_DE]] Cent je Nachricht. Ein Unternehmen mit 20.000 Serviceantworten im Monat zahlt dafür ab Oktober rund [[SERVICE_BEISPIEL_DE]] Euro, wo heute nichts anfällt.
In Deutschland trifft die Änderung auf ein ohnehin hohes Preisniveau. Eine Marketingnachricht per WhatsApp kostet nach Metas eigener Preisliste rund 11 Cent (Stand April 2026), wer monatlich 20.000 davon verschickt, zahlt allein an Meta rund 2.300 Euro. Abgerechnet wird auch bei RCS pro Nachricht, und eine RCS-Nachricht liegt mindestens 30 Prozent unter diesem Listenpreis. Ein Preisblatt gibt es bewusst nicht, weil Volumen, Nachrichtentyp und Anwendungsfall den Preis bestimmen.
Dahinter steht eine Frage, die vielen Unternehmen erst auffällt, wenn sich der Preis ändert: Wem gehört der Kanal, über den die Kundenkommunikation läuft? Meta setzt die Preise selbst und passt sie mehrmals im Jahr an. Eine zweite tragfähige Route auf das Handy ist deshalb keine technische Spielerei, sondern eine kaufmännische Absicherung.
Verifizierter Absender statt anonymer Nummer
Bei der SMS sieht der Empfänger eine Rufnummer oder eine frei wählbare Absenderkennung. Beides lässt sich fälschen, und genau daran hängt ein großer Teil der Betrugsnachrichten, die täglich auf deutschen Handys landen: angebliche Paketbenachrichtigungen, angebliche Bankwarnungen, angebliche Gewinne.
RCS dreht das um. Bevor ein Unternehmen senden darf, wird sein Absender verifiziert. Danach zeigt die Nachrichten-App den Markennamen, das Logo und ein Bestätigungshäkchen, dazu ein Unternehmensprofil, in dem die Identität des Absenders ausdrücklich als bestätigt ausgewiesen ist. Der Empfänger sieht auf den ersten Blick, wer schreibt, und muss keine Nummer nachschlagen.
„SMS war immer der Kanal mit der besten Reichweite und der schlechtesten Optik. RCS macht aus dem grauen Textfeld von 1992 eine echte Markenoberfläche: Logo, Firmenname, verifiziertes Häkchen, Bilder, Buttons. Für uns heißt das: Messenger-Marketing aus Deutschland, DSGVO-konform, ohne Umweg über eine fremde Plattform. Neben E-Mail und WhatsApp ist das der dritte starke Kanal für Unternehmen, und der einzige, den sie nicht erst erobern müssen. Er ist schon da, auf jedem Handy, ohne eine einzige Installation.“
Boško Babović · CEO der SendSeven GmbH
Datenschutz und Einwilligung: die Fragen, die deutsche Unternehmen zuerst stellen
Eine Einwilligung ist bei RCS genauso strikt Pflicht wie bei WhatsApp, ein Widerruf gilt für beide Kanäle gleichermaßen. Für viele Unternehmen ist der Start einfacher als gedacht, denn bestehende SMS-Einwilligungen gelten weiter.
Die wenigen Kontakte, die kein RCS empfangen können, sind bei SendSeven weiter per SMS oder über Kanäle wie WhatsApp und E-Mail erreichbar. SendSeven verarbeitet die Daten DSGVO-konform und hostet in Deutschland, RCS-Geschäftsnachrichten sind auf dem Transportweg verschlüsselt.
„Ich sehe RCS vor allem im Marketing und im Vertrieb, und gerade für den deutschen Markt, als echte Alternative zu WhatsApp, das in der digitalen Kundenkommunikation bislang als gesetzt gilt. Die Reichweite ist da, der Markenauftritt schlägt alles, was die SMS je konnte, und pro Nachricht liegt der Preis unter dem von WhatsApp. Dass Unternehmen damit gleichzeitig einen Schritt aus der digitalen Abhängigkeit von den großen Plattformkonzernen wie Meta machen, ist die Kirsche auf der Torte.“
Kai Viertel · CMO und Geschäftsführer der SendSeven GmbH
Hinter SendSeven steht ein eingespieltes Team aus der europäischen Messaging-Branche. Seit 1. April 2026 führt eine dreiköpfige Geschäftsführung das Unternehmen: CEO Boško Babović (zuvor eCircle, Mapp Digital, MessengerPeople, Sinch), CTO Maximilian Tietz (Mitgründer von WhatsBroadcast, dem späteren MessengerPeople, danach bei Sinch) und CMO Kai Viertel (zuvor ProSiebenSat.1, fischerAppelt, MessengerPeople, Sinch).
Details zum Kanal und das Anfrageformular finden Unternehmen unter sendseven.com/de/kanaele/rcs.