Browser-Push für E-Commerce: Cart-Abandonment, Preisalarm, Stock
Browser-Push ist im E-Commerce der direkteste Reaktivierungskanal: ein Klick auf Erlauben, kein Newsletter-Opt-in, kein Smartphone-Pflicht. Dieser Ratgeber zeigt vier Use Cases mit echten Zahlen aus dem DACH-Raum: Warenkorbabbrecher zurückholen, Preisalarme aus der Wunschliste, Back-in-Stock-Benachrichtigungen und Re-Engagement-Pushes. Mit Timing, Wording, Segmentierung und einer Rechnung, die zeigt, warum sich der Kanal schon ab dem ersten Monat trägt.
TL;DR
Browser-Push ist im E-Commerce der direkteste Reaktivierungskanal. Vier Anlässe lohnen den Aufwand: Warenkorbabbrecher zurückholen (Klickrate 12 bis 18 Prozent), Preisalarme aus der Wunschliste (Klickrate 20 bis 30 Prozent), Back-in-Stock-Benachrichtigungen (Konversion rund 25 Prozent) und Re-Engagement-Pushes für Sale und neue Produkte. Im Vergleich zu E-Mail kommt Push in Sekunden statt Stunden an, im Vergleich zu SMS kostet er einen Bruchteil. Die Notification trägt ein Produktbild und einen Preis; ein Klick auf die Notification führt direkt zum Ziel. Event-getriggerte Pushes (Warenkorbabbruch, Preisalarm, Restock) laufen über direkte REST-API-Calls aus Ihrem Shop, breite Re-Engagement- und Sale-Pushes als geplante Kampagne über Reach an Segmente. Den Überblick behält das Team im zentralen Posteingang. Der Push-Kanal selbst startet ab 9 Euro pro Kanal und Monat.
Warum E-Commerce und Browser-Push so gut zusammenpassen
Im Online-Shop entscheidet die nächste Stunde, ob ein voller Warenkorb noch zur Bestellung wird oder still im Browser-Tab eines anderen Geräts verschwindet. Genau in dieses Zeitfenster spielt Browser-Push seine Stärke aus. Eine Push-Benachrichtigung erscheint in Sekunden, sie braucht weder eine hinterlegte E-Mail noch eine Telefonnummer, und sie funktioniert auf dem Gerät, auf dem der Kunde gerade ohnehin arbeitet.
Hinter der Notification steckt eine offizielle Browser-Schnittstelle: die Web Push API und ein Service Worker, der im Hintergrund läuft, auch wenn die Shop-Seite längst geschlossen ist. Der Kunde sagt einmal Ja zur Berechtigung, danach landet die Nachricht direkt im Betriebssystem, ohne Umweg über einen Posteingang, der ohnehin überquillt.
Für E-Commerce hat das vier Folgen. Push ist schneller als E-Mail. Push ist günstiger als SMS. Push erreicht Besucher, die nie ihren Newsletter abonniert hätten. Und Push trägt heute echte Inhalte: ein Produktbild und einen Preis; ein Klick auf die Notification führt direkt zum Ziel. Die Notification sieht aus wie eine Miniatur-Produktkarte und nicht wie eine Textzeile aus den Neunzigern.
Die vier Push-Anlässe im E-Commerce auf einen Blick
Nicht jeder Push lohnt den Aufwand. Vier Anlässe haben sich in DACH-Shops als Pflichtprogramm etabliert, weil sie messbar Umsatz zurückholen oder neuen Umsatz auslösen.
- Cart Abandonment Recovery. Wer in den Warenkorb legt und nicht bestellt, bekommt eine sanfte Erinnerung, eine konkrete Hilfe und im Notfall einen Rabatt.
- Preisalarm. Wer ein Produkt auf die Wunschliste setzt, wird informiert, sobald der Preis sinkt.
- Back-in-Stock. Wer auf ein ausverkauftes Produkt geklickt hat, erfährt sofort, wenn es wieder lieferbar ist.
- Re-Engagement und Sale-Push. Wer länger nicht zurück war, wird gezielt mit Sale, neuen Drops oder Treuestatus angesprochen.
Jeder dieser Anlässe arbeitet mit einem klaren Auslöser aus Ihrem Shop-System und einer fest definierten Nachricht. Genau das macht Push planbar. In der Kampagnen- und Analytics-Ansicht sehen Sie pro Versand die Versand- und Zustellraten; Klickraten lassen sich messen, sobald Click-Tracking aktiv ist (über SendSeven-Short-URLs oder eigene UTM-Parameter). Eine direkte Umsatzzuordnung je Push leistet das Analytics-Modul nicht, dafür koppeln Sie die Klickdaten an die Conversion-Auswertung in Ihrem eigenen Shop.
Use Case 1: Cart Abandonment Recovery
Rund sieben von zehn Warenkörben werden im deutschsprachigen E-Commerce abgebrochen, bevor die Bestellung abgeschickt ist. Die Gründe sind selten dramatisch. Ein Kollege ruft an, ein Tab wird geschlossen, der Preis wird mit einem zweiten Shop verglichen und vergessen. Push fängt genau dieses Loch.
Die Sequenz besteht aus zwei oder drei sauber getakteten Notifications, die Ihr Shop-Backend selbst über die SendSeven REST API auslöst. Die Steuerung liegt also bei Ihrem Shop, nicht bei SendSeven: Sobald ein Warenkorb liegen bleibt, ruft das Shop-Backend nach rund einer Stunde die REST API auf und sendet den ersten Push. Nach 24 Stunden prüft der Shop seinen eigenen Bestellstatus und sendet bei weiterhin offener Bestellung den zweiten Push, nach 72 Stunden optional den dritten. Den Versand startet der Shop pro Push einzeln, das Timing kontrolliert er also vollständig selbst.
Die Wartezeit von einer Stunde hat sich als der süßeste Punkt erwiesen. Früher wirkt aufdringlich, später ist der Impuls verflogen. In Tests mit DACH-Shops liegt die Klickrate dieser ersten Erinnerung zwischen 12 und 18 Prozent, die Konversion nach Klick zwischen 8 und 12 Prozent. Für E-Mail-Recovery erreicht der Median dagegen Klickraten um die 4 bis 6 Prozent.
Cart-Abandonment-Sequenz (Beispiel)
add_to_cart ohne Bestellung), Push-Opt-in vorhandenorder_placedBeim Wording lohnt sich der Tonwechsel über die Stufen. Der erste Push klingt wie ein freundlicher Hinweis: Du hast deine Sneakers im Warenkorb vergessen. Sollen wir sie für dich reservieren? Der zweite Push bietet konkret an: Wir runden auf 5 Prozent Rabatt ab, gültig 24 Stunden. Der dritte greift härter und sollte nur ausgespielt werden, wenn die Marge es trägt.
Eine wichtige Regel: die Discount Ladder bleibt kurz. Drei Pushes pro Warenkorb sind das Maximum. Wer öfter funkt, trainiert seine Kunden auf das Warten auf den nächsten Rabatt und beschädigt die Marge dauerhaft.
Use Case 2: Preisalarme aus der Wunschliste
Wunschlisten sind eine Goldgrube, die viele Shops zu zögerlich nutzen. Wer ein Produkt auf die Wunschliste setzt, hat Interesse, aber noch keinen Kaufimpuls. Preisalarme verwandeln dieses Interesse in einen Abschluss, sobald der Auslöser stimmt.
Der Trigger ist denkbar einfach. Sinkt der Preis eines Produkts, das auf einer Wunschliste liegt, erkennt das Ihr Shop. Sein Backend gleicht die betroffenen Push-Abonnenten ab und ruft die SendSeven REST API auf, um jedem eine personalisierte Notification zu senden. In Tests liegen die Klickraten dieser Pushes zwischen 20 und 30 Prozent. Die Kombination aus expliziter Absicht und konkretem Preisvorteil ist schwer zu schlagen.
Das Wording lebt vom Vorher-Nachher. Statt einer Floskel zeigt die Notification beide Preise nebeneinander: Deine Sneaker sind im Preis gesunken: 129 Euro statt 159 Euro. Das Produktbild zeigt den Artikel; ein Klick auf die Notification führt direkt zum Checkout. Eine Wartezeit ist nicht nötig: je früher der Push beim Kunden ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Klick zur Bestellung wird.
Wer eine Wunschliste nicht in der Software hat, kann ein leichtes Äquivalent über Produkt-Bookmarks oder einen einfachen Preis beobachten-Button bauen. Beides funktioniert nach demselben Muster: Kunde drückt einmal, hinterlegt damit eine Beobachtung und bekommt einen Push, sobald sich der Preis ändert.
Use Case 3: Back-in-Stock-Benachrichtigungen
Ausverkaufte Produkte sind kein Verlust, sondern eine Liste. Wer ein limitiertes Sneaker-Modell oder eine knappe Mode-Größe sucht und nicht findet, trägt sich gerne ein, um informiert zu werden, sobald der Bestand zurück ist. Eine kleine Restock-Notify-Form auf der Produktdetailseite fängt diese Absicht ein.
Sobald die Verfügbarkeit zurückkehrt, geht der Push sofort raus. Hier zählt jede Minute, weil ein zweiter Ausverkauf bei Limited Editions binnen Stunden droht. Die Konversionsrate nach Klick liegt in diesem Anlass bei etwa 25 Prozent. Der Grund ist offensichtlich: Wer eine Restock-Benachrichtigung anfordert, hat die Kaufentscheidung bereits getroffen und wartet nur auf die Möglichkeit.
Das Wording bleibt nüchtern und direkt. Wieder verfügbar: Air Pulse 5, Größe 42, in Schwarz. Ein Klick führt direkt zum Produkt. Wer mehrere Größen oder Varianten anbietet, sollte die Push-Notification möglichst variantenspezifisch ausspielen, sonst landen die Kunden auf einer Produktseite und müssen erneut suchen.
Ein praktischer Tipp aus DACH-Shops: kombinieren Sie Restock-Pushes mit einem Knappheitshinweis im Inhalt, etwa Nur noch 23 Paar verfügbar. Knappheit wirkt nicht, wenn sie inszeniert ist, aber sie wirkt sehr, wenn sie stimmt. Ein Push, der ehrlich knapp informiert, baut Vertrauen auf, statt es zu verbrauchen.
Use Case 4: Re-Engagement und Sale-Push
Der vierte Anlass ist breiter und braucht mehr Fingerspitzengefühl. Kunden, die länger nicht im Shop waren, lassen sich mit gut getakteten Pushes aktivieren, vor allem rund um Sales, neue Produkt-Drops oder Treuestatus-Veränderungen.
Wichtig ist die Segmentierung. Ein Push an alle Push-Abonnenten ist Marketing aus den Neunzigern und beschädigt die Push-Abonnentenliste nachhaltig. Sinnvoll sind Segmente entlang von Last-Purchase-Date (mehr als 90 Tage inaktiv), Average-Order-Value (Top-Käufer separat ansprechen), Produkt-Kategorie-Affinität (Sneakerheads bekommen Sneaker-Drops) und Wunschlisten-Inhalt (wer Schuhe gespeichert hat, bekommt Schuh-Sales).
Die besten Zeitfenster für Re-Engagement-Pushes liegen in DACH-Shops zwischen Dienstag und Donnerstag, 17 bis 19 Uhr. Wochenende klingt nach Shopping-Zeit, ist aber von Konkurrenz-Kampagnen überflutet. Dienstagabend findet eine geschlossene Notification mehr Aufmerksamkeit, weil das Notification Center sonst leerer ist.
Beim Wording gilt: Sale-Pushes haben einen klaren Anlass, eine knappe Frist und eine personalisierte Anrede. 3 neue Pieces aus deiner Lieblingsmarke. Sale startet heute 18 Uhr. Wer den Sale-Push mit einem Produktbild aus der bevorzugten Kategorie unterlegt, gewinnt zusätzliche Aufmerksamkeit.
Vergleich: Push vs. SMS vs. E-Mail für Recovery
Jeder Kanal hat eine Aufgabe. Push ist der direkteste, SMS der zuverlässigste, E-Mail der ausführlichste. Für die Recovery im E-Commerce ergibt sich daraus eine klare Reihenfolge.
| Kanal | Klickrate Recovery | Latenz bis Anzeige | Kosten pro Recovery | Stärke im Funnel |
|---|---|---|---|---|
| Browser-Push | 12 bis 18 Prozent | Sekunden | Niedrig (Kanalgebühr + geringe Kosten je Push) | 1. Touch, in-the-moment |
| SMS | 20 bis 30 Prozent (sofern Opt-in) | Sekunden bis Minuten | Hoch (pro Nachricht) | 3. Touch, harter Stopper |
| 4 bis 6 Prozent | Minuten bis Stunden | Niedrig pro Mail | 2. Touch, ausführlich |
Die Reihenfolge in der Praxis sieht meist so aus: Push als erster Touch nach einer Stunde, E-Mail als zweiter Touch nach 24 Stunden mit Detail-Argumenten, SMS als dritter Touch nach 48 bis 72 Stunden, wenn der Warenkorb groß genug ist, dass sich die SMS-Kosten rechnen. Wer im direkten Vergleich von Push und E-Mail-Newsletter tiefer einsteigen möchte, findet dort die Detail-Argumente.
Timing, Wording und Segmentierung
Drei Stellschrauben entscheiden, ob ein Push klickt oder ignoriert wird: Timing, Wording und Segmentierung.
Timing. Für Cart Abandonment ist die erste Stunde der süße Punkt, für Preisalarme sofort bei der Änderung, für Restock sofort bei der Verfügbarkeit, für Sale-Pushes der Dienstag bis Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr. Wer Pushes nachts ausspielt, verliert Abonnenten an die Berechtigungs-Entzug-Funktion des Browsers.
Wording. Im DTC-E-Commerce ist Du-Form der Branchenstandard. Title und Body bleiben knapp: maximal 65 Zeichen im Titel, 240 Zeichen im Body. Konkrete Inhalte (Produktname, Preis, Größe) schlagen Floskeln (Schau mal vorbei). Personalisierung im Titel hebt die Klickrate messbar.
Segmentierung. Vier Achsen tragen weit: Last-Purchase-Date für Re-Engagement, Average-Order-Value für Top-Käufer-Pushes, Produkt-Kategorie-Affinität für gezielte Drops und Wunschlisten-Inhalt für Preisalarme. Wer mit diesen vier Achsen startet, deckt 80 Prozent der sinnvollen Push-Anlässe ab.
Testen lohnt sich, sobald die Push-Liste mehr als ein paar tausend Abonnenten hat. Wichtig dabei: Browser-Push bei SendSeven hat kein eingebautes A/B-Test-Modul, daher splitten Sie Ihr Segment manuell in zwei zufällige Hälften und versenden zwei eigene Kampagnen. Sinnvoll sind Tests entlang von drei Variablen: Title-Personalisierung (Vorname versus generisch), Discount-Höhe (5 versus 10 Prozent) und Bild (Produkt-Hero versus Lifestyle-Foto). Wer ohne Plan testet, sammelt nur Rauschen.
E-Commerce-Push-Stack ab 9 Euro pro Kanal und Monat
Browser-Push als Kanal, geplante Kampagnen über Reach für breite Sends und der zentrale Posteingang für die Übersicht: SendSeven bringt alle Bausteine zusammen, die E-Commerce-Shops für Cart Abandonment, Preisalarme, Back-in-Stock und Re-Engagement brauchen. Event-getriggerte Pushes stößt Ihr Shop direkt per REST API an. Der Push-Kanal startet im Pay-as-you-go-Tarif ab 9 Euro je Kanal. Wer die Folge-Touches E-Mail und WhatsApp automatisieren will, nutzt dafür den Flow Builder aus der Full Suite. Eingehende Antworten sind immer kostenlos.
Preise ansehenRechenbeispiel und Stack-Integration
Rechnen wir an einem typischen DACH-Shop durch. Ausgangslage: 100.000 Browser-Push-Abonnenten, davon rund 20.000 Warenkorbabbrecher pro Monat. Die Annahmen liegen am unteren Rand der oben genannten Spannen, damit die Rechnung defensiv bleibt.
- Push-Versand: 20.000 Cart-Abandonment-Pushes pro Monat
- Klickrate Push 1: 15 Prozent → 3.000 Klicks zurück in den Shop
- Konversion nach Klick: 10 Prozent → 300 wiederhergestellte Bestellungen
- Durchschnittlicher Warenkorb (AOV): 60 Euro
- Recovery-Umsatz: 18.000 Euro pro Monat
- Push-Kosten: Kanalgebühr ab 9 Euro pro Monat plus nutzungsbasierte Versandkosten für die 20.000 Pushes
- Umsatz im Verhältnis zu den Kanalkosten: ein Vielfaches der Push-Kosten
Die Pointe der Rechnung liegt nicht in einer spektakulären Kennzahl, sondern im Verhältnis: Die Push-Kosten (Kanalgebühr + nutzungsbasierter Versand) bleiben niedrig, der ausgelöste Recovery-Umsatz skaliert mit der Größe Ihrer Push-Liste. Schon ein einstelliger Anteil zurückgewonnener Bestellungen trägt die Push-Kosten um ein Vielfaches. Wichtig bleibt: Es handelt sich um eine Modellrechnung mit angenommenen Klick- und Konversionswerten, nicht um eine garantierte Rendite. Ihre realen Werte hängen von Sortiment, Marge und Listenpflege ab.
Stack-Integration heißt: Push steht selten allein. Im durchdachten Recovery-Stack gibt Push den ersten Touch, E-Mail und WhatsApp übernehmen die folgenden. So entstehen Multi-Channel-Recovery-Stacks, in denen jeder Kanal das macht, was er am besten kann: Push das Sofort-Erinnern, E-Mail das ausführliche Argument, WhatsApp den persönlichen Schluss. Push selbst stoßen Sie per REST-API-Call oder Kampagne an. Die Folge-Touches E-Mail und WhatsApp lassen sich anschließend im Flow Builder orchestrieren, denn das sind Flow-Kanäle.
Wer eine breitere Sicht auf die Customer-Communication-Stack im E-Commerce sucht, findet sie im Leitfaden zur E-Commerce-Kundenkommunikation und im Beitrag zur Wiederkaufrate per WhatsApp.
DSGVO, Opt-in und Einrichtung mit SendSeven
Browser-Push ist DSGVO-freundlicher als viele glauben, weil der Browser selbst die Einwilligung als zwingenden Schritt vorschaltet. Zwei Dinge bleiben dennoch in der Verantwortung des Shops.
Erstens: das doppelte Opt-in. Vor dem nativen Browser-Dialog zeigt der Shop eine Soft-Ask, in der erklärt wird, wofür die Push-Berechtigung verwendet wird. Wer den Soft-Ask überspringt, verliert pauschal die Hälfte seiner Push-Liste, weil viele Besucher den nativen Dialog reflexhaft ablehnen. Wer ihn vorschaltet, gewinnt Abonnenten, die wirklich Pushes wollen. Die Soft-Ask gehört nicht direkt nach dem Seitenaufruf, sondern an einen Moment, in dem der Kunde Interesse gezeigt hat: nach dem Hinzufügen zum Warenkorb, nach einer ersten Bestellung, nach dem Setzen auf die Wunschliste.
Zweitens: das Zweck-Mapping. Cart Abandonment, Preisalarme und Restock fallen unter denselben Zweck: Service zum laufenden Bestell- und Beobachtungsvorgang. Re-Engagement und Sale-Pushes sind klassisches Marketing. Beide Zweck-Kategorien lassen sich technisch über dieselbe Push-Berechtigung abdecken, aber sie sollten in der Datenschutzerklärung sauber getrennt benannt sein und idealerweise mit getrennten Toggles in den Account-Einstellungen abgewählt werden können.
SendSeven liefert die Infrastruktur, die diesen Aufbau praktisch macht. Der Push-Kanal übernimmt Versand und Empfang, die REST API nimmt die event-getriggerten Sends aus Ihrem Shop entgegen, breite Sale- und Re-Engagement-Pushes laufen als geplante Kampagne über Reach. Eingehende Antworten auf Pushes landen sauber im zentralen Posteingang. Die DSGVO-konforme Grundlage liefert EU-Hosting samt AVV, die offizielle Schnittstelle stellt sicher, dass weder Service Worker noch Token an einem fragwürdigen Ort landen. Als SendSeven GmbH mit Sitz in Augsburg arbeiten wir ausschließlich über offizielle Schnittstellen.
Die technische Einrichtung läuft in drei Schritten ab. Erstens wird der Push-Kanal aktiviert und der Code-Snippet im Shop eingebaut. Zweitens bindet Ihr Shop-Backend die SendSeven REST API an und reagiert auf seine eigenen Ereignisse add_to_cart, order_placed, wishlist_add und price_change mit einem API-Call, der den passenden Push sendet. Drittens werden die breiten Re-Engagement- und Sale-Pushes als geplante Kampagnen über Reach an die Segmente eingerichtet, getestet und scharfgeschaltet. In einem Shopify-, WooCommerce- oder Magento-Setup ist das innerhalb eines Tages produktiv.
Häufig gestellte Fragen
Wie nutzen E-Commerce-Shops Browser-Push für Cart Abandonment, Preisalarme und Back-in-Stock?
Browser-Push wird im E-Commerce in vier Anlässen genutzt: Cart Abandonment Recovery (Klickrate 12 bis 18 Prozent in DACH-Shops), Preisalarme aus der Wunschliste (Klickrate 20 bis 30 Prozent), Back-in-Stock-Benachrichtigungen (Konversion rund 25 Prozent) und Re-Engagement-Pushes für Sale und neue Drops. Event-getriggerte Pushes stößt Ihr Shop direkt per REST-API-Call an, breite Re-Engagement- und Sale-Pushes laufen als geplante Kampagne über Reach an Segmente. Push trägt heute ein Produktbild und einen Preis; ein Klick auf die Notification führt direkt zum Ziel.
Wie schnell sollte der erste Push nach Warenkorbabbruch raus?
Nach rund einer Stunde. Früher wirkt aufdringlich, später verfliegt der Kaufimpuls. Der zweite Push folgt nach 24 Stunden, optional ein dritter nach 72 Stunden mit Rabatt. Drei Pushes pro Warenkorb sind das Maximum, sonst trainiert man Kunden auf das Warten auf den nächsten Discount.
Welche Klickraten und Konversionen liefert Push im E-Commerce-Vergleich?
Cart-Abandonment-Pushes erreichen in DACH-Shops 12 bis 18 Prozent Klickrate und 8 bis 12 Prozent Konversion nach Klick. Preisalarme aus der Wunschliste liegen bei 20 bis 30 Prozent Klickrate. Back-in-Stock-Pushes konvertieren mit rund 25 Prozent nach Klick. E-Mail-Recovery liegt im Vergleich bei 4 bis 6 Prozent Klickrate.
Brauche ich für Browser-Push ein Push-Opt-in für jeden Use Case einzeln?
Nein. Cart Abandonment, Preisalarme und Restock fallen unter denselben Zweck (Service zu laufenden Bestell- und Beobachtungsvorgängen). Re-Engagement und Sale-Pushes sind klassisches Marketing. Beide Zweck-Kategorien lassen sich über dieselbe Push-Berechtigung abdecken, sollten aber in der Datenschutzerklärung sauber benannt und idealerweise mit getrennten Toggles in den Account-Einstellungen abwählbar sein.
Wie wird Push am besten mit E-Mail und WhatsApp kombiniert?
Push ist der erste Touch nach einer Stunde, ausgelöst per REST-API-Call aus dem Shop. E-Mail folgt als zweiter Touch nach 24 Stunden mit ausführlichen Argumenten, WhatsApp als dritter nach 48 bis 72 Stunden bei größeren Warenkörben. Die Folge-Touches E-Mail und WhatsApp lassen sich im Flow Builder orchestrieren, das sind Flow-Kanäle. So macht jeder Kanal das, was er am besten kann.
Lohnt sich Browser-Push für kleine Shops mit wenigen tausend Besuchern?
Ja. Selbst bei wenigen tausend Push-Abonnenten trägt vor allem Cart Abandonment messbaren Umsatz bei, weil die Push-Kosten niedrig sind: eine Kanalgebühr plus geringe nutzungsbasierte Versandkosten je Push, ohne Carrier-Gebühren wie bei SMS. Wichtig ist eine saubere Soft-Ask vor dem Browser-Dialog, sonst verliert man pauschal die Hälfte der potenziellen Abonnenten.
Auf welche Ereignisse reagiert mein Shop-System mit einem Push?
Die Steuerung liegt bei Ihrem Shop, nicht bei SendSeven: Ihr Shop-Backend erkennt das Ereignis selbst und ruft daraufhin die SendSeven REST API auf, um den passenden Push zu senden. Für die vier Anlässe sind das typischerweise add_to_cart für Cart Abandonment, wishlist_add kombiniert mit price_change für Preisalarme, back_in_stock für Restock und das Kundenprofil (Last-Purchase-Date) für Re-Engagement. Shopify, WooCommerce und Magento liefern solche Ereignisse aus dem eigenen System heraus oder über Standard-Erweiterungen. Ein eingehendes Shop-Ereignis startet bei SendSeven keinen Flow, der Push-Versand erfolgt über den API-Call Ihres Shops.
Was kostet Browser-Push bei SendSeven?
Der Einstieg beginnt ab 9 Euro pro Kanal und Monat im Pay-as-you-go-Tarif. Eingehende Antworten sind immer kostenlos. Die genauen Konditionen und weitere Tarife finden Sie auf der Preisseite.