Triggerwörter am Produkt: vom Aufkleber zum Abonnenten
Kai Viertel, Co-Founder & CMO
Jeder Opt-in-Link und jeder QR-Code trägt eine vorbelegte Nachricht. Das Wort darin entscheidet, welcher Ablauf nach dem Scan startet, und es verrät, von welchem Aufsteller die Anmeldung kam. So wählen Sie das Wort, so messen Sie damit jeden Ort, und das sind die Stellen, an denen es nicht greift.
TL;DR
Jeder Opt-in-Link und jeder QR-Code trägt eine vorbelegte Nachricht. Das Wort darin ist Ihr Triggerwort. Es entscheidet, welcher Ablauf startet, wenn der Kunde scannt, und es verrät Ihnen, von welchem Aufsteller die Anmeldung kam. Ein Wort pro Produkt, pro Ort, pro Aktion. Ein Keyword-Bot erkennt das Wort, antwortet sofort und kann einen Ablauf im Flow Builder starten. Damit wird aus einer Anmeldung ein qualifiziertes Opt-in, bei dem Sie schon wissen, wofür sich der Kontakt interessiert.
Was ein Triggerwort ist
Wer einen QR-Code scannt, landet nicht in einem leeren Chat. WhatsApp öffnet das Eingabefeld mit einem Text, der schon dort steht. Der Kunde muss nur senden. Dieser Text ist die vorbelegte Nachricht, und das Wort darin ist Ihr Triggerwort.
In SendSeven legen Sie es unter Widgets im Reiter Promotion fest, getrennt nach Kanal. Ändern Sie das Wort, ziehen der Link und der QR-Code automatisch mit. Sie müssen also nichts neu erzeugen, solange nur der Text wechselt.
Die meisten Betriebe lassen dieses Feld auf dem Standardtext stehen. Genau das ist die vertane Gelegenheit. Denn das gesendete Wort ist die einzige Information, die vom Aufsteller bis in Ihren Posteingang mitreist.
Das richtige Wort wählen
Ein Triggerwort ist kein Werbetext. Es ist ein Schlüssel. Vier Regeln reichen.
Ein Wort, nicht drei. „kaffee“ statt „Ich möchte mehr über Ihre Kaffeesorten erfahren“. Kurze Wörter überleben es, wenn ein Kunde sie doch abtippt, statt zu scannen.
Eindeutig statt hübsch. Zwei Wörter, die sich ähnlich schreiben, führen zu falschen Abläufen. „termin“ und „termine“ gehören nicht in dieselbe Liste.
Abmeldewörter sind belegt. STOP ist als Abmeldewort reserviert und darf nie ein Triggerwort sein. Gleiches gilt für Wörter, mit denen Ihre Kunden erfahrungsgemäß absagen.
Varianten mitdenken. Wer das Wort abtippt, vertippt sich. Legen Sie neben „kaffee“ auch „Kaffee“ und die naheliegende Falschschreibung an, dann greift der Ablauf trotzdem.
Ein Wort pro Produkt
Hier wird es interessant. Sie brauchen nicht einen Code für den ganzen Betrieb. Sie können pro Produkt, pro Dienstleistung, pro Aufsteller ein eigenes Wort hinterlegen.
Der Code am Regal mit den Kaffeebohnen sendet „kaffee“. Der Aufsteller im Kosmetikstudio sendet „termin“. Der Beileger im Paket sendet „garantie“. Für den Kunden ist es derselbe Scan. Für Sie sind es drei verschiedene Einstiege.
Das funktioniert genauso ohne Ladenlokal. Wer digitale Produkte oder Dienstleistungen verkauft, setzt den Button direkt an das Produkt: neben den Tarif, unter die Leistungsbeschreibung, auf die Buchungsseite. Ein Klick auf „Frage zum Tarif“ kommt bei Ihnen an, und die Information, um welchen Tarif es geht, steht schon dabei.
Der Effekt ist doppelt. Sie beantworten die offene Frage im Moment des Zögerns, also genau dort, wo der Kauf sonst abbricht. Und weil dieselbe Nachricht das Opt-in trägt, behalten Sie den Kontakt danach für den Newsletter, ohne ein zweites Formular.
Wo der Code hingehört
Sechs Orte funktionieren im DACH-Alltag zuverlässig, mit dem passenden Satz und der richtigen Größe je Ort.
Zu den sechs Orten →Was nach dem Scan passiert
Das gesendete Wort ist ein Trigger. Ein Keyword-Bot vergleicht jede eingehende Nachricht mit Ihrer Wortliste und antwortet bei einem Treffer sofort, mit einem festen Text, einem Bild, einer Vorlage oder einem Button-Menü. Künstliche Intelligenz braucht es dafür nicht.
Für alles, was mehr als eine Antwort ist, startet der Keyword-Bot einen Ablauf im Flow Builder. Wer „kaffee“ schickt, bekommt die Sorte der Woche und landet in der passenden Liste. Wer „termin“ schickt, bekommt freie Zeitfenster. Wer „garantie“ schickt, wird nach der Bestellnummer gefragt.
Zwei Dinge gehören in jeden dieser Abläufe. Erstens die Bestätigung: Was schicken Sie, wie oft, und wie meldet man sich ab. Diese Rückfrage ist gleichzeitig der zweite Schritt eines Double Opt-ins und damit Ihr Nachweis. Zweitens ein Etikett am Kontakt, das der Ablauf automatisch setzt. Danach ist im Posteingang sichtbar, woher der Kontakt kam.
Damit wird aus einem Opt-in ein qualifiziertes Opt-in. Sie wissen nicht nur, dass sich jemand angemeldet hat, sondern wofür er sich interessiert. Das zahlt sich beim ersten Newsletter aus, weil Sie nach Interesse trennen können, statt allen dasselbe zu schicken.
Messen, welches Wort trägt
Der praktische Nebeneffekt ist die Auswertung. Wenn Kassenbon, Beileger und Schaufenster dasselbe Wort senden, sehen Sie am Ende nur eine Summe. Mit einem Wort pro Ort sehen Sie, welche Fläche wirklich arbeitet.
Das verändert Entscheidungen. Wenn „tisch“ nach vier Wochen dreimal so viele Anmeldungen bringt wie „schaufenster“, dann kommen die nächsten Aufsteller auf die Tische und nicht ins Fenster. Ohne Zuordnung hätten Sie beides gleich behandelt.
Halten Sie die Liste trotzdem kurz. Fünf Wörter, die Sie pflegen, sind mehr wert als zwanzig, die niemand mehr auseinanderhält. Ein Wort je Ort und je Produktgruppe genügt für den Anfang.
Wo Triggerwörter nicht greifen
Nicht jeder Weg in den Chat trägt ein Wort mit. Der Kontakt-Button im Google-Unternehmensprofil erlaubt keinen vorbelegten Text. Der Kunde landet in einem leeren Chat und schreibt, was ihm einfällt. Dort übernimmt die Begrüßung die Arbeit, am besten mit zwei oder drei Auswahlmöglichkeiten. Mehr dazu in unserem Artikel zu den Touchpoints ohne Werbebudget.
Dasselbe gilt, wenn Sie das Wort nur auf ein Plakat drucken und darauf hoffen, dass es abgetippt wird. Das passiert selten und selten korrekt. Ein Wort ohne Code ist ein Notbehelf, kein Plan.
Und ein Triggerwort ersetzt keine Erlaubnis. Wer zuerst schreibt, öffnet das 24-Stunden-Fenster, in dem Sie frei antworten dürfen. Was danach gilt und wann Sie eine Vorlage brauchen, steht in unserem Fact Sheet zu den WhatsApp Essentials.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich pro Produkt ein eigenes Triggerwort verwenden?
Ja. In den Promotion-Tools legen Sie je Link und QR-Code fest, welches Wort der Kunde nach dem Scan absendet. Ein Keyword-Bot erkennt das Wort und startet den passenden Ablauf. So läuft der Code am Kaffeeregal in einen anderen Willkommensablauf als der Aufsteller an der Kasse.
Muss ich den QR-Code neu drucken, wenn ich das Wort ändere?
Nein, solange nur der Text der vorbelegten Nachricht wechselt. Link und QR-Code ziehen automatisch mit. Neu drucken müssen Sie erst, wenn sich die Nummer selbst ändert.
Brauche ich dafür künstliche Intelligenz?
Nein. Ein Keyword-Bot vergleicht Text mit einer Wortliste und antwortet. Das läuft ohne KI. Ein KI-Assistent ist erst sinnvoll, wenn freie Fragen beantwortet werden sollen.
Was passiert, wenn niemand das Wort abschickt, sondern etwas anderes tippt?
Dann greift kein Treffer und die Nachricht landet normal in Ihrem Posteingang. Deshalb gehört zu jeder Wortliste eine Standardantwort für alles, was nicht passt.
Darf STOP ein Triggerwort sein?
Nein. STOP ist als Abmeldewort reserviert. Wer es als Triggerwort einsetzt, riskiert, dass eine Anmeldung als Abmeldung gilt.
Alle Opt-in-Wege im Überblick
Triggerwörter sind einer von zwölf Touchpoints. Der Pillar-Artikel zeigt alle, dazu die DSGVO-Punkte und einen 90-Tage-Plan.
Zu den Opt-in-Strategien →Weiterführende Artikel
- WhatsApp Opt-in: 7 Strategien, mit denen Sie Abonnenten gewinnen
- WhatsApp-QR-Code platzieren: 6 Orte, an denen wirklich gescannt wird
- Abonnenten ohne Werbebudget: drei Touchpoints, die Sie schon haben
- WhatsApp Essentials: die Regeln vor dem ersten Versand
- Flow Builder: Abläufe ohne Code bauen
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Hinweis: Einige Illustrationen in diesem Beitrag sind KI-generiert. Wie wir mit KI umgehen, steht in unseren Redaktionsrichtlinien.