Brevo-Alternative 2026: 4 Multichannel-Plattformen, bei denen WhatsApp nicht hinter der 499-€-Paywall liegt
SendSeven Team, Editorial Team
Brevo (früher Sendinblue) ist im E-Mail-Marketing stark, aber WhatsApp-Kampagnen gibt es erst im Professional-Tarif für 499 €/Monat, und WhatsApp-Chats im gemeinsamen Posteingang kosten pro Nutzer über den Tarif Sales Advanced. Wer Conversational Messaging an erste Stelle setzt, vergleicht hier vier Alternativen: SendSeven, Superchat, ChatWerk und Trengo. Mit Praxisrechnung für ein 8-Personen-Team, das E-Mail, WhatsApp und einen gemeinsamen Posteingang will.
TL;DR
Wer eine Brevo-Alternative sucht, will fast immer dasselbe: WhatsApp und einen gemeinsamen Posteingang, ohne dafür zwei kostenpflichtige Produkte zu buchen und ohne den großen Preissprung zum Professional-Tarif. Bei Brevo (früher Sendinblue) gibt es WhatsApp-Kampagnen erst im Professional-Plan für 499 €/Monat (449,08 €/Monat bei jährlicher Zahlung, Stand September 2026), und 1:1-WhatsApp-Chats im gemeinsamen Posteingang führt Brevo im separaten Tarif Sales Advanced für 59 € pro Nutzer und Monat (53,08 € bei jährlicher Zahlung). Vier Alternativen für DACH-KMU mit WhatsApp-Fokus: SendSeven (Augsburg, ab 49 €/Monat oder 9 €/Kanal beim Entwicklertarif API Only, unbegrenzte Nutzer, WhatsApp und E-Mail im selben Posteingang), Superchat (Berlin, native Mobile-Apps, WhatsApp-first), ChatWerk (Nürnberg, nur WhatsApp, Server in Frankfurt) und Trengo (Utrecht, gemeinsamer Posteingang mit Workflow-Automatisierung). Für ein 8-Personen-Team, das E-Mail, WhatsApp und einen geteilten Posteingang braucht, kostet SendSeven Basic 49 €/Monat an Plattformgebühr, Brevo Professional allein 449,08 €/Monat. Wer dagegen primär klassisches E-Mail-Marketing macht, ist mit Brevo gut bedient.
Warum suchen KMU eine Brevo-Alternative?
Eine Brevo-Alternative wird meist gesucht, wenn der Bedarf von reinem E-Mail-Marketing zu echtem Multichannel kippt, also wenn WhatsApp und ein gemeinsamer Posteingang dazukommen sollen. Drei Auslöser tauchen dabei immer wieder auf:
- WhatsApp-Kampagnen liegen hinter dem Professional-Tarif. Auf den günstigen Brevo-Plänen (Starter ab 7 €/Monat, Standard ab 15 €/Monat) gibt es kein WhatsApp. WhatsApp kommt erst mit dem Professional-Plan für 499 €/Monat (449,08 €/Monat bei jährlicher Zahlung), der auf 150.000 E-Mails im Monat und 10 Plätze ausgelegt ist. Zwischen Standard und Professional liegt kein Mitteltarif. Wer WhatsApp will, springt also in einem Schritt von 15 € auf 499 € im Monat.
- Der Posteingang ist separat bepreist. Brevo trennt Marketing-Versand und Posteingang. Die Posteingangsfunktionen stecken in den Sales-Tarifen: Sales Essentials für 29 €/Monat (26,08 € bei jährlicher Zahlung, ein Nutzer inklusive) und Sales Advanced für 59 € pro Nutzer und Monat (53,08 € bei jährlicher Zahlung). 1:1-Nachrichten per WhatsApp und SMS im Posteingang führt Brevos Funktionstabelle nur unter Sales Advanced. Für einen geteilten Posteingang mit WhatsApp-Kampagnen bucht man also oft beides: Professional und Sales Advanced.
- Die Architektur ist E-Mail-first. Die Pläne werden nach E-Mail-Volumen bepreist, nicht nach Kontakten oder Gesprächen. WhatsApp, SMS und Web Push sind Zusatzkanäle, die auf einen E-Mail-Kern aufgesetzt sind. Wer Messaging als Hauptkanal denkt und E-Mail als Nebenkanal, arbeitet gegen die Logik des Produkts.
Brevo ist also kein schlechtes Werkzeug. Es ist nur für eine andere Aufgabe gebaut. Wer Conversational Commerce und WhatsApp an erste Stelle setzt, zahlt bei Brevo für eine E-Mail-Engine, die er gar nicht im Zentrum braucht.
Schnell zum Punkt
Wer WhatsApp und einen gemeinsamen Posteingang ohne Tarifsprung will, sieht den Unterschied in 14 Tagen. SendSeven-Tarife ansehen und kostenlos testen, keine Kreditkarte nötig.
Was Brevo gut macht
Brevo ist im E-Mail-Marketing eine ernstzunehmende Plattform, und das gehört vor jeden Vergleich ehrlich gesagt. Eine faire Bestandsaufnahme:
- Starkes E-Mail- und CRM-Fundament. Automatisierungen, A/B-Tests, ein integriertes Basis-CRM und ausgereifte E-Mail-Vorlagen. Wer Newsletter, Drip-Sequenzen und transaktionale E-Mails als Kerngeschäft betreibt, bekommt ein komplettes Werkzeug.
- Volle REST-API auf allen Plänen. Anders als viele KMU-Tools gibt Brevo den API-Zugriff nicht erst im Enterprise-Tarif frei, sondern auf jedem Plan, inklusive eines MCP-Servers für KI-Agenten. Das ist eine echte Stärke für entwicklergetriebene Teams.
- EU-Unternehmen mit EU-Hosting. Brevo wird von der Sendinblue SAS mit Sitz in Paris betrieben, speichert Daten nach eigenen Angaben auf EU-Servern (Unterauftragsverarbeiter OVH in Frankreich und Google Cloud in Belgien), bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag und ist als B Corp zertifiziert. Für DSGVO-konforme Kommunikation ist das eine solide Basis.
- Kostenloser Einstieg und flexibler Vertrag. Free-Plan mit 300 E-Mails pro Tag, monatliche oder jährliche Abrechnung (jährlich rund 10 % günstiger), keine Setup-Gebühr.
Wer also primär E-Mail-Marketing macht und WhatsApp nur als gelegentlichen Zusatz sieht, ist mit Brevo gut bedient. Die Alternativ-Frage stellt sich erst, wenn WhatsApp und der gemeinsame Posteingang zum Hauptthema werden.
Wo Brevo für WhatsApp-first-Teams limitiert ist
Der Preissprung zum Professional-Plan
Brevo bepreist die E-Mail-Pläne nach monatlichem Versandvolumen. Free (0 €) hat kein WhatsApp, Starter (ab 7 €/Monat) hat kein WhatsApp, Standard (ab 15 €/Monat) bringt Automatisierung und A/B-Tests, aber ebenfalls kein WhatsApp. WhatsApp gibt es erst ab Professional für 499 €/Monat, inklusive 150.000 E-Mails im Monat und 10 Plätzen. Der Sprung von 15 € auf 499 € ist groß, und dazwischen gibt es nichts. Ein KMU, das nur WhatsApp freischalten will, zahlt deshalb für ein E-Mail-Volumen, das es oft gar nicht ausschöpft.
Posteingang als zweites Abo
Der gemeinsame Posteingang ist nicht Teil des Marketing-Plans. Brevo bepreist ihn über die Sales-Tarife, und die Funktionstabelle führt 1:1-WhatsApp-Nachrichten im Posteingang unter Sales Advanced für 59 € pro Nutzer und Monat (53,08 € bei jährlicher Zahlung). Wenn acht Personen WhatsApp-Chats in einem geteilten Posteingang beantworten, kommen bei jährlicher Zahlung 424,64 €/Monat zum Professional-Plan hinzu. Brevos Professional-Plan nennt neben Kampagnen auch 1:1-WhatsApp-Chat. Fragen Sie deshalb vor der Budgetplanung bei Brevo nach, welcher der beiden Tarife Ihr Setup abdeckt.
E-Mail-first-Architektur
WhatsApp, SMS und Web Push sind bei Brevo Zusatzkanäle auf einem E-Mail-Kern. Die Volumen-Logik, die Tarifstruktur und das Reporting sind auf E-Mail ausgerichtet. Wer Messaging zum Hauptkanal machen will, kämpft gegen eine Produktlogik, die dafür nicht gebaut wurde.
CRM nur in der Basis
Das integrierte CRM deckt Grundfunktionen ab (Kontakte, Pipeline, einfache Deals), reicht aber für tiefere Vertriebs- oder Service-Prozesse oft nicht aus. Für komplexere Setups ist ein angebundenes externes CRM nötig.
Zur Fairness: Metas Gebühren pro WhatsApp-Nachricht fallen bei jedem Anbieter in diesem Vergleich an. Laut Metas EUR-Preisliste für Deutschland (gültig seit 1. Oktober 2026) kostet eine Marketing-Nachricht 0,1131 €. Seit dem 1. Oktober 2026 berechnet Meta auch Service-Nachrichten im 24-Stunden-Fenster, zum Utility-Tarif des jeweiligen Markts (0,0456 € in Deutschland), die ersten 1.000 pro Unternehmensnummer und Monat bleiben kostenlos. Das betrifft alle Anbieter und ist kein Brevo-Nachteil. Brevo rechnet WhatsApp allerdings über eigene, vorab gekaufte Credits ab: Laut Brevos Credit-Rechner kosten 100 Marketing-Nachrichten nach Deutschland 1.615,7 Credits, also 16,16 € (Stand: 24. September 2026), rund 0,16 € pro Nachricht statt Metas 0,1131 €. Der Knackpunkt bleibt der 499-€-Plan, ohne den WhatsApp-Kampagnen gar nicht verfügbar sind.
Die vier ehrlichen Alternativen
1. SendSeven (Augsburg)
SendSeven setzt dort an, wo es bei Brevo hakt: WhatsApp und E-Mail liegen im selben Posteingang, ohne separates Produkt und ohne Tarifsprung für Kampagnen. Fünf Tarife: Basic (49 €/Monat, Posteingang und Kampagnen, ohne KI, Flow Builder und zeitgesteuerten Versand), Professional (79 €/Monat, mit KI, Flow Builder und Planung), Scale (199 €/Monat, 10.000 Nachrichten inklusive), Enterprise (499 €/Monat, 40.000 Nachrichten inklusive) und API Only (9 € pro Kanal und Monat, für Entwickler). Unbegrenzte Nutzer in jedem Tarif, keine Gebühr pro Platz, eingehende Nachrichten immer kostenlos, monatlich kündbar.
Was SendSeven liefert, das es bei Brevo erst ab Professional oder über einen Sales-Tarif gibt: 8 Kanäle (WhatsApp, SMS, E-Mail, Instagram, Messenger, Live Chat, Telegram, Browser Push) in einem Posteingang, ein Kampagnen-Builder für WhatsApp, E-Mail und SMS in jedem Full-Suite-Tarif, eine KI-Wissensdatenbank, die Antworten vor dem Senden mit Ihren Quellen abgleicht und Quellen angeben kann (ab Professional), ein MCP-Server für KI-Assistenten wie Claude Desktop, Claude Code und Cursor sowie eine REST-API mit Webhooks. Daten werden in der EU (Frankfurt) gehostet, KI-Funktionen sind opt-in und standardmäßig ausgeschaltet. Made in Germany, Meta Business Partner.
Was Brevo hat und SendSeven nicht: E-Mail-A/B-Testing und E-Mail-Drip-Sequenzen als ausgebautes Marketing-Modul sowie ein tieferes integriertes CRM. Der Kampagnen-Builder von SendSeven versendet auch E-Mails, ist aber kein Ersatz für eine spezialisierte E-Mail-Marketing-Suite. Wer E-Mail-Marketing im Zentrum hat, sollte das ehrlich gewichten.
2. Superchat (Berlin)
WhatsApp-Spezialist aus Berlin. Free (0 €/Monat, 1 Nutzer), Basic 79 €/Monat bei jährlicher bzw. 89 €/Monat bei monatlicher Zahlung (3 Nutzer), Professional 129 € bzw. 149 € (10 Nutzer) und Advanced 249 € bzw. 299 € (25 Nutzer), jeder weitere Login kostet 10 €/Monat. Zu den Kanälen gehören WhatsApp, Instagram, Messenger, Telegram, Live Chat, E-Mail und SMS, dazu native Mobile-Apps für iOS und Android.
Stärken gegenüber Brevo für WhatsApp-first: WhatsApp ist von Beginn an Hauptkanal statt Teil eines 499-€-Plans, und die Mobile-Apps passen zu Teams, die Kunden unterwegs antworten. Schwächen: laut Preisseite 12 Monate Mindestlaufzeit, 10 €/Monat pro zusätzlichem Login bei wachsendem Team und ein Fokus auf Messaging statt E-Mail-Marketing.
3. ChatWerk (Nürnberg)
WhatsApp-Spezialist aus Nürnberg mit Servern in Frankfurt. Starter kostet 69 €/Monat bei jährlicher bzw. 85 €/Monat bei monatlicher Zahlung, 3 Nutzer inklusive, jeder weitere 5 €/Monat. ChatWerk berechnet eine Servicegebühr von 10 % auf Metas Nachrichtengebühren und bietet einen 14-tägigen Test.
Stärken gegenüber Brevo: WhatsApp-first statt E-Mail-first, niedriger Einstiegspreis und ein ausgewiesener Serverstandort in Deutschland. Schwächen: Starter deckt nur WhatsApp ab, einen E-Mail- oder SMS-Kanal hat ChatWerk nicht. Ein Team mit E-Mail und WhatsApp braucht also ein zweites Werkzeug. Laut Preisseite fällt außerdem eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe des gebuchten Pakets an, und die Servicegebühr von 10 % wächst mit dem Nachrichtenvolumen. Kündigungsfrist: 30 Tage bei monatlicher, 3 Monate bei jährlicher Laufzeit.
4. Trengo (Utrecht, NL)
Niederländische Kundenservice-Plattform aus Utrecht. Boost kostet 299 €/Monat bei jährlicher Zahlung (349 € monatlich) mit 10 Nutzern und 500 Unterhaltungen pro Monat. Pro kostet 499 €/Monat bei jährlicher Zahlung (599 € monatlich) mit 20 Nutzern und 1.500 Unterhaltungen pro Monat. Routing-Regeln, ein Voice-Kanal und CRM-Konnektoren (u. a. HubSpot und Salesforce) gehören zum Produkt.
Stärken gegenüber Brevo: Der gemeinsame Posteingang über mehrere Kanäle ist Kernprodukt statt Zusatz, Routing und Workflows sind eingebaut. Schwächen: Zusätzliche Nutzer kosten je nach Tarif und Zahlweise 25 bis 50 €/Monat, das Unterhaltungsvolumen ist pro Tarif begrenzt, es gibt keinen Einstiegstarif unter 299 €/Monat, und E-Mail-Marketing steht nicht im Fokus. Den direkten Vergleich mit SendSeven, samt Rechenbeispiel und KI-Zuschlag, finden Sie in unserem Vergleich SendSeven vs. Trengo.
Pricing-Vergleich: 8-Personen-Team mit E-Mail und WhatsApp
Ein 8-Personen-Team, das E-Mail, WhatsApp und einen gemeinsamen Posteingang braucht, zahlt bei SendSeven Basic rund 162 €/Monat und bei Brevo Professional rund 611 €/Monat, WhatsApp-Nachrichtenkosten jeweils inklusive. Das Szenario: ein KMU in Deutschland mit 8 Mitarbeitern, 2 Kanälen (WhatsApp und E-Mail) und 2.000 WhatsApp-Nachrichten pro Monat, davon 1.000 Marketing-Nachrichten und 1.000 Service-Antworten im 24-Stunden-Fenster. Alle Preise netto, Stand September 2026, bei jährlicher Zahlung, wo der Anbieter dafür einen Rabatt gibt.
WhatsApp-Nachrichtenkosten (Meta-Preisliste; Brevo über eigene Credits)
| 1.000 Marketing-Nachrichten x 0,1131 € | 113,10 € |
| 1.000 Service-Antworten im 24-Stunden-Fenster (innerhalb der 1.000 kostenlosen pro Nummer und Monat) | 0,00 € |
| Meta gesamt | 113,10 € |
Brevo rechnet dieselben Nachrichten über eigene WhatsApp-Credits ab: 1.000 Marketing-Nachrichten nach Deutschland kosten laut Brevos Credit-Rechner 161,60 € statt 113,10 € (Stand: 24. September 2026). Dieser Betrag steht unten in den Brevo-Zeilen; die Service-Antworten im Freikontingent sind dort wie bei den anderen Anbietern mit 0 € angesetzt.
Seit dem 1. Oktober 2026 kosten Service-Antworten über die ersten 1.000 pro Unternehmensnummer und Monat hinaus in Deutschland 0,0456 € je Nachricht. Dieses Szenario bleibt innerhalb des Freikontingents, die Meta-Summe ist deshalb dieselbe wie vor der Umstellung. Ein Team mit 2.000 Service-Antworten im Monat würde bei jedem Anbieter 45,60 € mehr an Meta zahlen. SendSeven berechnet einen festen Preis pro Nachricht, keinen Prozentaufschlag auf Metas Preisliste, der Plattformpreis bleibt also gleich.
Plattformkosten je Anbieter
| Anbieter / Tarif | Plattform pro Monat | + WhatsApp-Nachrichten | = Gesamt pro Monat |
|---|---|---|---|
| SendSeven Basic | 49 € (unbegrenzte Nutzer, 2.500 Nachrichten inklusive) * | 113,10 € | ~162 € |
| SendSeven Professional | 79 € (zusätzlich KI, Flow Builder, Planung) | 113,10 € | ~192 € |
| ChatWerk Starter (jährlich) | 69 € + 5 x 5 € Zusatznutzer + 11,31 € Servicegebühr (nur WhatsApp) | 113,10 € | ~218 € + einmalige Einrichtungsgebühr |
| Superchat Professional (jährlich) | 129 € (10 Nutzer inklusive, 12 Monate Mindestlaufzeit; monatlich 149 €) | 113,10 € | ~242 € |
| Trengo Boost (jährlich) | 299 € (10 Nutzer, 500 Unterhaltungen/Monat inklusive) | 113,10 € | ~412 € |
| Brevo Professional (jährlich) | 449,08 € (10 Plätze, 150.000 E-Mails/Monat) | 161,60 € (Brevo-Credits) | ~611 € |
| Brevo Professional + Sales Advanced für 8 Nutzer (jährlich) | 449,08 € + 8 x 53,08 € = 873,72 € | 161,60 € (Brevo-Credits) | ~1.035 € |
* Die Grundgebühr von SendSeven enthält 2.500 Nachrichten, die 2.000 WhatsApp-Nachrichten bleiben also im Kontingent. E-Mail-Newsletter werden in Basic und Professional mit 0,01 € pro E-Mail abgerechnet. Basic enthält keine KI, keinen Flow Builder und keinen zeitgesteuerten Versand, das gibt es ab Professional (79 €/Monat). Im Preis von Brevo Professional sind 150.000 E-Mails pro Monat enthalten, ein Vorteil für Teams mit großem E-Mail-Volumen.
Deutlich wird der Abstand dort, wo WhatsApp-Kampagnen der Grund für den Wechsel sind. Brevo Professional allein kostet bei jährlicher Zahlung 449,08 €/Monat vor den WhatsApp-Credits, SendSeven Basic 49 €/Monat und Professional 79 €/Monat: ein Unterschied von 400,08 € bzw. 370,08 € im Monat an Plattformkosten. Braucht das Team zusätzlich Sales Advanced für WhatsApp-Chats im Brevo-Posteingang, steigen die Brevo-Plattformkosten auf 873,72 €/Monat. Dafür bekommt man bei Brevo ein großes E-Mail-Kontingent und ein ausgebauteres E-Mail-Marketing. Wer diese Tiefe nicht braucht, zahlt sie trotzdem.
Migration: Brevo zu SendSeven in 5 Schritten
Ein Wechsel von Brevo zu einer WhatsApp-first-Plattform ist überschaubar, weil bei Brevo der WhatsApp-Teil oft erst frisch eingerichtet ist. Die fünf Schritte:
- SendSeven 14 Tage kostenlos testen. Keine Kreditkarte. So prüfen Sie ohne Druck, ob WhatsApp und E-Mail im gemeinsamen Posteingang Ihren Arbeitsablauf abbilden.
- WhatsApp-Nummer umziehen. Lief WhatsApp schon bei Brevo, beantragen Sie den Umzug der Nummer zu SendSeven über Meta und behalten die Rufnummer. Die Schritte stehen im WhatsApp-Setup-Guide. Läuft Ihre Nummer bisher in der WhatsApp Business App, verbindet Coexistence sie mit SendSeven, während die App auf dem Smartphone weiterläuft.
- E-Mail-Kanal und Kontakte übernehmen. Kontakte als CSV aus Brevo exportieren und in SendSeven importieren (Telefonnummer plus optional Name, E-Mail und eigene Felder). E-Mails versenden Sie nach DNS-Verifizierung von Ihrer eigenen Domain.
- Team einladen, Rollen vergeben. Bei SendSeven unbegrenzt viele Nutzer ohne Aufpreis, mit vordefinierten Systemrollen und eigenen Rollen. Acht Posteingang-Nutzer in Brevos Sales Advanced kosten bei jährlicher Zahlung 424,64 €/Monat, bei SendSeven nichts extra.
- Brevo herunterstufen oder kündigen. Wer das E-Mail-Marketing bei Brevo weiterlaufen lassen will, stuft Professional auf einen günstigeren E-Mail-Tarif zurück und beendet einen gebuchten Sales-Tarif, sobald der gemeinsame Posteingang in SendSeven läuft. Prüfen Sie vorher die Kündigungsfrist in Ihrem Brevo-Vertrag.
Exportieren Sie vor der Kündigung den Chatverlauf, den Sie behalten wollen, aus Brevo, denn er zieht nicht mit der Nummer um. Prüfen Sie nach dem Umzug, ob Ihre freigegebenen WhatsApp-Vorlagen verfügbar sind, und reichen Sie fehlende neu ein.
Welche Alternative für welches Setup?
KMU mit WhatsApp und gemeinsamem Posteingang im Zentrum
SendSeven Basic, Professional oder Scale. WhatsApp und E-Mail im selben Posteingang, unbegrenzte Nutzer, Kampagnen in jedem Full-Suite-Tarif, monatlich kündbar. Basic kostet 49 €/Monat (ohne KI), Professional 79 €/Monat (mit KI). Scale (199 €/Monat, 10.000 Nachrichten inklusive) lohnt sich bei wachsendem Volumen.
WhatsApp-first mit Mobile-Anspruch
Superchat. Native iOS- und Android-Apps und ein WhatsApp-first-Produkt. Passend für kleine Teams, die Service unterwegs auf dem Smartphone führen. Nachteil gegenüber SendSeven: 10 €/Monat pro zusätzlichem Login und 12 Monate Mindestlaufzeit.
Nur WhatsApp, mit Servern in Deutschland
ChatWerk. Server in Frankfurt, 10 % Servicegebühr auf Metas Gebühren und 5 €/Monat pro zusätzlichem Nutzer. Passend für Teams, die nur WhatsApp brauchen. Nachteile: einmalige Einrichtungsgebühr, kein E-Mail-Kanal und eine Servicegebühr, die mit dem Volumen wächst.
Mid-Market mit Workflow-Tiefe und Telefonie
Trengo. Workflow-Werkzeuge, Routing-Regeln und ein Voice-Kanal. Passend für Teams ab 10 Personen mit komplexen Routing-Anforderungen. Nachteil: kein Einstiegstarif unter 299 €/Monat und Kosten pro Nutzer über die inklusiven Plätze hinaus.
Primär E-Mail-Marketing, WhatsApp nur gelegentlich
Hier ist ehrlicherweise Brevo selbst die richtige Wahl. Wer Newsletter, Drip-Sequenzen und transaktionale E-Mails als Kerngeschäft betreibt und WhatsApp nur sporadisch braucht, bekommt bei Brevo das ausgereiftere E-Mail-Werkzeug. Die Alternativen lohnen sich erst, wenn WhatsApp und der geteilte Posteingang zum Hauptthema werden.
Häufig gestellte Fragen
Warum suchen Unternehmen eine Brevo-Alternative?
Meist, weil der Bedarf von E-Mail-Marketing zu Multichannel mit WhatsApp wechselt. Bei Brevo gibt es WhatsApp-Kampagnen erst im Professional-Plan (499 €/Monat, 449,08 € bei jährlicher Zahlung), und den gemeinsamen Posteingang bepreist Brevo über separate Sales-Tarife. Wer WhatsApp und einen geteilten Posteingang ins Zentrum stellt, zahlt bei Brevo für eine E-Mail-Engine, die er nicht im Mittelpunkt braucht.
Ab welchem Brevo-Tarif gibt es WhatsApp-Kampagnen?
Ab dem Professional-Plan für 499 €/Monat oder 449,08 €/Monat bei jährlicher Zahlung (Stand September 2026). Free, Starter (ab 7 €/Monat) und Standard (ab 15 €/Monat) enthalten kein WhatsApp, und einen Mitteltarif gibt es nicht.
Welche Brevo-Alternative ist für WhatsApp am günstigsten?
Im Szenario mit 8 Personen liegt SendSeven Basic vorn: 49 €/Monat Plattformkosten plus 113,10 € Meta-Gebühren, zusammen rund 162 €/Monat. Brevo Professional kommt mit seinen WhatsApp-Credits (161,60 € für dieselben 1.000 Marketing-Nachrichten) auf rund 611 €/Monat, und auf rund 1.035 €/Monat, wenn acht Nutzer Sales Advanced für WhatsApp-Chats im Posteingang brauchen.
Hat SendSeven dasselbe E-Mail-Marketing wie Brevo?
Nein, nicht im selben Umfang. SendSeven hat einen Kampagnen-Builder für WhatsApp, E-Mail und SMS, aber kein E-Mail-A/B-Testing und keine E-Mail-Drip-Sequenzen wie eine spezialisierte E-Mail-Suite. Wer E-Mail-Marketing als Kerngeschäft betreibt, sollte das gewichten. Wer WhatsApp und Multichannel ins Zentrum setzt, bekommt mit SendSeven den gemeinsamen Posteingang ohne Zusatzprodukt.
Brauche ich bei Brevo zwei Produkte für WhatsApp und Posteingang?
Oft ja. WhatsApp-Kampagnen laufen über den Professional-Plan (499 €/Monat). Den Posteingang bepreist Brevo über die Sales-Tarife, und die Funktionstabelle führt 1:1-WhatsApp-Nachrichten im Posteingang unter Sales Advanced (59 € pro Nutzer und Monat, 53,08 € bei jährlicher Zahlung). Bei SendSeven sind Kampagnen und gemeinsamer Posteingang in einem Tarif enthalten.
Wie funktioniert die Migration von Brevo zu SendSeven?
In fünf Schritten: SendSeven 14 Tage kostenlos testen, die WhatsApp-Nummer über Meta zu SendSeven umziehen (oder eine Nummer aus der WhatsApp Business App per Coexistence verbinden), Kontakte per CSV übernehmen, Team einladen (unbegrenzte Nutzer) und Brevo herunterstufen oder kündigen. Wer beide Werkzeuge während des Wechsels parallel betreibt, führt die Kundengespräche ohne Lücke weiter.
Ist Brevo DSGVO-konform und wo liegen die Daten?
Brevo wird von der Sendinblue SAS in Paris betrieben, speichert Daten nach eigenen Angaben auf EU-Servern (OVH in Frankreich, Google Cloud in Belgien) und bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Für KI-Funktionen nennt Brevo auch Unterauftragsverarbeiter in den USA. SendSeven hostet Daten in der EU (Frankfurt) und bietet einen AVV, KI-Funktionen sind opt-in und standardmäßig ausgeschaltet.
Hat SendSeven eine API wie Brevo?
Ja. SendSeven bietet eine REST-API mit Webhooks, einen MCP-Server für KI-Assistenten wie Claude Desktop, Claude Code und Cursor sowie einen eigenen API-Only-Tarif für 9 € pro Kanal und Monat. Brevo bietet ebenfalls eine API auf allen Plänen und einen eigenen MCP-Server. Beide eignen sich für entwicklergetriebene Integrationen.
Weitere Vergleiche & Alternativen
Direktvergleiche
Fazit
Brevo ist eine E-Mail-Marketing-Plattform mit API auf allen Plänen und EU-Hosting. Für ein Team, dessen Kerngeschäft Newsletter, Drip-Sequenzen und transaktionale E-Mails sind, bleibt Brevo eine gute Wahl. Die Grenze zeigt sich, wenn WhatsApp und ein gemeinsamer Posteingang ins Zentrum rücken: Dann liegen WhatsApp-Kampagnen im Professional-Plan (499 €/Monat), und WhatsApp-Chats im Posteingang kosten pro Nutzer über Sales Advanced.
Für WhatsApp-first-Teams und Conversational Commerce sind vier Alternativen strukturell passender: SendSeven für WhatsApp und E-Mail im selben Posteingang ohne Tarifsprung und mit unbegrenzten Nutzern, Superchat für WhatsApp-first mit nativen Mobile-Apps, ChatWerk für Teams, die nur WhatsApp brauchen und Server in Deutschland wollen, und Trengo für Routing und Workflows in größeren Teams.
Für das gerechnete 8-Personen-Team kostet SendSeven Basic 400,08 €/Monat weniger an Plattformgebühren als Brevo Professional allein. Die konkrete Wahl hängt davon ab, wie schwer das E-Mail-Marketing in Ihrem Setup wiegt. Wer Messaging an erste Stelle setzt, prüft den Unterschied im eigenen Posteingang: SendSeven-Tarife ansehen und 14 Tage kostenlos testen, keine Kreditkarte nötig.