Brevo-Alternative 2026: 4 Multichannel-Plattformen, bei denen WhatsApp nicht hinter der 430-€-Paywall liegt
Brevo (früher Sendinblue) ist im E-Mail-Marketing stark, aber WhatsApp-Kampagnen gibt es erst im Professional-Tarif ab rund 430 €/Monat, und der Multichannel-Posteingang ist ein separates kostenpflichtiges Produkt. Wer Conversational-Messaging an erste Stelle setzt, vergleicht hier vier Alternativen: SendSeven, Superchat, Chatwerk und Trengo. Mit Praxisrechnung für ein 8-Personen-Team, das E-Mail, WhatsApp und einen gemeinsamen Posteingang will.
TL;DR
Wer eine Brevo-Alternative sucht, will fast immer dasselbe: WhatsApp und einen gemeinsamen Posteingang, ohne dafür zwei kostenpflichtige Produkte zu buchen und ohne den großen Preissprung zum Professional-Tarif. Bei Brevo (früher Sendinblue) liegen WhatsApp-Outbound-Kampagnen erst ab dem Professional-Plan (rund 430 €/Monat), und der Multichannel-Posteingang ist ein eigenes Produkt namens Conversations. Die ehrlichsten Alternativen für DACH-KMU mit WhatsApp-Fokus: SendSeven (Augsburg, ab 49 €/Monat oder 9 €/Kanal beim Entwicklertarif API Only, unbegrenzte Nutzer, WhatsApp und E-Mail im selben Posteingang), Superchat (Berlin, native Mobile-Apps, WhatsApp-first), Chatwerk (Frankfurt, EU-Hosting explizit, transparenter Markup) und Trengo (Utrecht, tiefe Workflow-Automatisierung). Für ein 8-Personen-Team, das E-Mail plus WhatsApp plus geteilten Posteingang braucht, spart SendSeven gegenüber der Brevo-Kombination aus Conversations Pro und Professional-Plan typischerweise mehrere Hundert Euro pro Monat. Wer dagegen primär klassisches E-Mail-Marketing macht, ist mit Brevo gut bedient.
Warum suchen KMU eine Brevo-Alternative?
Eine Brevo-Alternative wird meist gesucht, wenn der Bedarf von reinem E-Mail-Marketing zu echtem Multichannel kippt, also wenn WhatsApp und ein gemeinsamer Posteingang dazukommen sollen. Drei Auslöser tauchen dabei immer wieder auf:
- WhatsApp-Kampagnen liegen hinter dem Professional-Tarif. Auf den günstigen Brevo-Plänen (Starter ab rund 8 €, Standard ab rund 16 €) gibt es kein WhatsApp-Kampagnen-Modul. Outbound-WhatsApp gibt es erst ab dem Professional-Plan bei etwa 430 €/Monat. Zwischen Standard (~16 €) und Professional (~430 €) liegt kein Mitteltarif. Wer WhatsApp will, springt also direkt in die teuerste Stufe.
- Der Posteingang ist ein separates Produkt. Brevo trennt Marketing-Versand und Posteingang. Der Multichannel-Posteingang heißt Conversations und ist ein eigenes, separat bepreistes Produkt (Free plus Pro ab rund 13 €/Nutzer/Monat). Für einen echten geteilten Posteingang mit WhatsApp-Outbound braucht man also beides parallel: Conversations Pro und einen Professional-E-Mail-Plan.
- Die Architektur ist E-Mail-first. Die Pläne werden nach E-Mail-Volumen bepreist, nicht nach Kontakten oder Gesprächen. WhatsApp, SMS und Web Push sind Zusatzkanäle, die auf einen E-Mail-Kern aufgesetzt sind. Wer Messaging als Hauptkanal denkt und E-Mail als Nebenkanal, arbeitet gegen die Logik des Produkts.
Brevo ist also kein schlechtes Werkzeug. Es ist nur für eine andere Aufgabe gebaut. Wer Conversational Commerce und WhatsApp an erste Stelle setzt, zahlt bei Brevo für eine E-Mail-Engine, die er gar nicht im Zentrum braucht.
Schnell zum Punkt
Wer WhatsApp und einen gemeinsamen Posteingang ohne Tarifsprung will, sieht den Unterschied in 14 Tagen. SendSeven-Tarife ansehen und kostenlos testen, keine Kreditkarte nötig.
Was Brevo gut macht
Brevo ist im E-Mail-Marketing eine ernstzunehmende Plattform, und das gehört vor jeden Vergleich ehrlich gesagt. Eine faire Bestandsaufnahme:
- Starkes E-Mail- und CRM-Fundament. Automatisierungen, A/B-Tests, ein integriertes Basis-CRM und ausgereifte E-Mail-Vorlagen. Wer Newsletter, Drip-Sequenzen und transaktionale E-Mails als Kerngeschäft betreibt, bekommt ein komplettes Werkzeug.
- Volle REST-API auf allen Plänen. Anders als viele KMU-Tools gibt Brevo den API-Zugriff nicht erst im Enterprise-Tarif frei, sondern auf jedem Plan, inklusive eines MCP-Servers für KI-Agenten. Das ist eine echte Stärke für entwicklergetriebene Teams.
- EU-Unternehmen mit EU-Hosting. Brevo gehört zur Sendinblue SAS mit Sitz in Paris, hostet in der EU (Frankreich, Belgien, Deutschland), bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag und ist seit Mai 2025 als B-Corp zertifiziert. Für DSGVO-konforme Kommunikation ist das eine solide Basis.
- Kostenloser Einstieg und flexibler Vertrag. Free-Plan mit 300 Mails pro Tag, monatlich oder jährlich (10 % Rabatt jährlich), kein Mindestvertrag, keine Setup-Gebühr.
Wer also primär E-Mail-Marketing macht und WhatsApp nur als gelegentlichen Zusatz sieht, ist mit Brevo gut bedient. Die Alternativ-Frage stellt sich erst, wenn WhatsApp und der gemeinsame Posteingang zum Hauptthema werden.
Wo Brevo für WhatsApp-first-Teams limitiert ist
Der Preissprung zum Professional-Plan
Brevo bepreist die E-Mail-Pläne nach monatlichem Versandvolumen. Free (0 €) hat kein WhatsApp, Starter (ab ~8 €) hat kein WhatsApp, Standard (ab ~16 €) hat Automatisierung und A/B-Tests, aber ebenfalls keine WhatsApp-Kampagnen. Outbound-WhatsApp gibt es erst ab Professional bei rund 430 €/Monat. Der Sprung von ~16 € auf ~430 € ist groß und es gibt nichts dazwischen. Ein KMU, das nur WhatsApp-Kampagnen freischalten will, zahlt deshalb für eine E-Mail-Volumenstufe, die es gar nicht ausschöpft.
Posteingang als zweites Abo
Der Multichannel-Posteingang Conversations ist nicht im E-Mail-Plan enthalten, sondern ein eigenes Produkt (Free und Pro ab rund 13 €/Nutzer/Monat). Für einen echten geteilten Posteingang mit WhatsApp-Outbound zahlt man also zwei Abos parallel. Bei 8 Mitarbeitern summiert sich Conversations Pro allein auf rund 104 €/Monat, zusätzlich zum Professional-Plan.
E-Mail-first-Architektur
WhatsApp, SMS und Web Push sind bei Brevo Zusatzkanäle auf einem E-Mail-Kern. Die Volumen-Logik, die Tarifstruktur und das Reporting sind auf E-Mail ausgerichtet. Wer Messaging zum Hauptkanal machen will, kämpft gegen eine Produktlogik, die dafür nicht gebaut wurde.
CRM nur in der Basis
Das integrierte CRM deckt Grundfunktionen ab (Kontakte, Pipeline, einfache Deals), reicht aber für tiefere Vertriebs- oder Service-Prozesse oft nicht aus. Für komplexere Setups ist ein angebundenes externes CRM nötig.
Zur Fairness: Die per-Nachricht-Kosten für WhatsApp sind bei Brevo ein reiner Durchlauf der Meta-Gebühren, die ersten 1.000 Nachrichten pro Monat sind frei, danach gilt die Meta-Ratecard (DE-Marketing rund 0,1131 €/Nachricht). Das ist marktüblich und kein Brevo-Nachteil. Der Knackpunkt ist die 430-€-Schwelle, ab der WhatsApp-Kampagnen überhaupt verfügbar sind.
Die vier ehrlichen Alternativen
1. SendSeven (Augsburg)
Die Plattform, die das Brevo-Problem an der Wurzel löst: WhatsApp und E-Mail liegen im selben Posteingang, ohne separates Produkt und ohne Tarifsprung. Fünf Tarife für unterschiedliche Größen: Basic (49 €/Monat, ohne KI), Professional (79 €/Monat, mit KI), Scale (199 €/Monat flat, höheres Inklusivvolumen), Enterprise (499 €/Monat) und API Only (ab 9 €/Kanal). Unbegrenzte Nutzer in jedem Tarif, keine Per-Platz-Gebühr, eingehende Nachrichten immer kostenlos, monatlich kündbar.
Was SendSeven liefert, das bei Brevo erst ab Professional oder als Zusatzprodukt kommt: 8 Kanäle (WhatsApp, SMS, E-Mail, Instagram, Messenger, Live Chat, Telegram, Browser Push) in einem Posteingang, ein Kampagnen-Builder für WhatsApp, E-Mail und SMS, eine KI-Wissensdatenbank mit Confidence-Scoring und Quellenangaben, MCP-Server für KI-Agenten (Claude, GPT, Cursor), volle REST-API und Webhooks in allen Plänen. Hosting in Frankfurt (GCP europe-west3), KI über Vertex AI Enterprise mit vertraglicher Garantie gegen Modell-Training mit Kundendaten. Made in Germany, Meta Business Partner.
Was Brevo hat und SendSeven nicht: E-Mail-A/B-Testing und E-Mail-Drip-Sequenzen als ausgebautes Marketing-Modul sowie ein tieferes integriertes CRM. SendSeven bringt einen Kampagnen-Builder für E-Mail mit (Managed oder mit eigenem Anbieter), ist aber kein Ersatz für eine spezialisierte E-Mail-Marketing-Suite. Wer E-Mail-Marketing im Zentrum hat, sollte das ehrlich gewichten.
2. Superchat (Berlin)
Deutscher WhatsApp-Spezialist mit DACH-Fokus. Basic-Tarif 79 €/Monat (3 Nutzer inklusive, dann 10 €/Extra-Nutzer), Professional 129 € (10 Nutzer), Advanced 249 € (25 Nutzer). Native Mobile-Apps für iOS und Android, ausgereiftes Onboarding für nicht-technische Teams, Free-Tier-Einstieg mit 1 Nutzer.
Stärken gegenüber Brevo für WhatsApp-first: WhatsApp ist von Beginn an Hauptkanal statt teures Zusatzmodul, der Einstieg ist günstig, und native Mobile-Apps machen Service unterwegs einfach. Schwächen: 12-Monats-Bindung im Standardtarif, Per-Nutzer-Aufschläge bei Teamwachstum, eingeschränkte API-Tiefe (read-only Kanal-Management, kein MCP-Server). Kein vollwertiges E-Mail-Marketing wie Brevo.
3. Chatwerk (Frankfurt)
Deutscher Anbieter mit explizitem Server-Standort in Frankfurt. Starter 69 €/Monat (jährlich) bzw. 85 € (monatlich), 3 Nutzer inklusive, dann 5 €/Extra-Nutzer (statt der 10 € bei Superchat). Transparent ausgewiesener Markup von 10 % auf die Meta-Gebühren, 30 Tage Kündigungsfrist, 14-Tage-Test.
Stärken gegenüber Brevo: WhatsApp-first statt E-Mail-first, deutsches Hosting explizit ausgewiesen, niedriger Einstiegspreis. Schwächen: einmalige Setup-Gebühr in Höhe des Starttarifs (85 €), der 10-%-Markup auf Meta-Gebühren addiert sich bei hohem Nachrichtenvolumen auf. Kein E-Mail-Marketing-Modul auf Brevo-Niveau.
4. Trengo (Utrecht, NL)
Niederländischer Mid-Market-Wettbewerber mit tiefer Workflow-Automatisierung. Boost-Tarif 349 €/Monat (jährlich, 20 % Rabatt), 10 Nutzer inklusive. Routing-Regeln, native Voice-Telefonie-Integration und reife CRM-Connectoren (HubSpot, Salesforce, Pipedrive und mehr).
Stärken gegenüber Brevo: ein gemeinsamer Posteingang über mehrere Kanäle ist Kernprodukt statt Zusatz, tiefes Workflow-Tooling. Schwächen: Per-Nutzer-Aufschläge ab dem 11. Mitarbeiter (25 bis 50 €/Nutzer je nach Tarif), kein KMU-tauglicher Einstiegstarif unter 349 €, Hosting in den Niederlanden statt Deutschland. Ebenfalls kein vollwertiges E-Mail-Marketing.
Pricing-Vergleich: 8-Personen-Team mit E-Mail und WhatsApp
Der Preisvergleich wird konkret, wenn man ein realistisches Setup durchrechnet. Vergleichsszenario: ein DACH-KMU mit 8 Mitarbeitern, das E-Mail plus WhatsApp plus einen gemeinsamen Posteingang braucht, 2 Kanäle (WhatsApp und E-Mail), 2.000 Nachrichten pro Monat (1.000 WhatsApp-Marketing plus 1.000 Service-Antworten im 24-Stunden-Fenster). Standort Deutschland.
Meta-Kosten (bei jedem Anbieter identisch)
| 1.000 Marketing-Nachrichten x 0,1131 € | 113,10 € |
| 1.000 Service-Antworten im 24-Stunden-Fenster | 0,00 € |
| Meta gesamt | 113,10 € |
Bei Brevo sind die ersten 1.000 WhatsApp-Nachrichten pro Monat frei, sodass dort nur die übrigen Meta-Gebühren anfallen. Bei den anderen Anbietern läuft die Meta-Gebühr als Durchlauf. Für die Vergleichbarkeit rechnen wir die volle Meta-Summe einheitlich.
Plattformkosten je Anbieter
| Anbieter / Tarif | Plattform | + Meta | = Gesamt |
|---|---|---|---|
| SendSeven Basic | 49 € Festbetrag * | 113,10 € | ~162 € |
| Chatwerk Starter (jährlich) | 69 € + 25 € Per-Seat (5 x 5 €) + 11,31 € Markup | 113,10 € | ~218 € + 85 € Setup |
| Superchat Basic (jährlich) | 79 € + 50 € Per-Seat (5 x 10 €) | 113,10 € | ~242 € (12 Mo. Bindung) |
| Trengo Boost (jährlich) | 349 € (10 Nutzer inkl.) | 113,10 € | ~462 € |
| Brevo (Professional + Conversations Pro) | ~430 € Professional + ~104 € Conversations (8 x 13 €) | 113,10 € | ~647 € |
* SendSeven Basic: feste Grundgebühr von 49 €, inklusive 2.500 Nachrichten (2.000 liegen darunter, kein Aufschlag). Bei wachsendem Volumen lohnt der Scale-Tarif (199 € flat, höheres Inklusivvolumen, alle Kanäle inklusive, unbegrenzte Nutzer).
Der Unterschied ist deutlich. Sobald WhatsApp-Kampagnen plus geteilter Posteingang gefragt sind, zwingt Brevo das 8-Personen-Team in die Kombination aus Professional-Plan und Conversations Pro, zusammen rund 534 €/Monat vor Meta-Gebühren. SendSeven Basic landet im selben Szenario bei 49 € Plattformkosten. Das sind etwa 485 €/Monat Unterschied oder grob 5.800 €/Jahr, bevor man den größeren Funktionsumfang im E-Mail-Marketing auf Brevo-Seite gegenrechnet. Wer dieses E-Mail-Marketing nicht im Zentrum braucht, zahlt es bei Brevo trotzdem.
Migration: Brevo zu SendSeven in 5 Schritten
Ein Wechsel von Brevo zu einer WhatsApp-first-Plattform ist überschaubar, weil bei Brevo der WhatsApp-Teil oft erst frisch eingerichtet ist. Die fünf Schritte:
- SendSeven 14 Tage kostenlos testen. Keine Kreditkarte. So prüfen Sie ohne Druck, ob WhatsApp und E-Mail im gemeinsamen Posteingang Ihren Arbeitsablauf abbilden.
- WhatsApp-Nummer anbinden. Falls WhatsApp bei Brevo schon lief, lässt sich die Nummer zwischen Anbietern portieren. Wer noch keine WhatsApp Business API hatte, nutzt die Coexistence-Funktion und bindet die bestehende Nummer ohne harte Migration an. Meta-seitig dauert eine Portierung typischerweise 1 bis 3 Werktage.
- E-Mail-Kanal und Kontakte übernehmen. CSV-Export aus Brevo, CSV-Import in SendSeven (Telefonnummer plus optional Name, E-Mail, eigene Felder). E-Mail-Versand über eine eigene Domain (Verifikation via DNS), managed oder mit eigenem Anbieter.
- Team einladen, Rollen vergeben. Bei SendSeven unbegrenzt viele Nutzer ohne Aufpreis, Rollen granular (Admin, Agent, Viewer). Bei 8 Mitarbeitern hätten die 8 Posteingang-Plätze bei Brevo Conversations rund 104 €/Monat gekostet, bei SendSeven 0 €.
- Brevo herunterstufen oder kündigen. Brevo hat keinen Mindestvertrag, ist also monatlich kündbar. Wer das E-Mail-Marketing parallel weiterlaufen lassen will, kann den Professional-Plan auf einen günstigeren E-Mail-Tarif zurückstufen und Conversations ganz beenden, sobald der gemeinsame Posteingang in SendSeven steht.
WhatsApp-Vorlagen müssen einmalig neu von Meta freigegeben werden. Die Chatverläufe einer portierten Nummer bleiben bei Meta gespeichert und sind nach der Anbindung sichtbar.
Welche Alternative für welches Setup?
KMU mit WhatsApp und gemeinsamem Posteingang im Zentrum
SendSeven Basic, Professional oder Scale. WhatsApp und E-Mail im selben Posteingang, unbegrenzte Nutzer, kein Tarifsprung für Kampagnen, monatlich kündbar. Basic startet bei 49 €/Monat (ohne KI), Professional bei 79 €/Monat (mit KI), ab wachsendem Team oder höherem Volumen lohnt Scale (199 € flat).
WhatsApp-first mit Mobile-Anspruch
Superchat. Native iOS- und Android-Apps, schnelles Onboarding, DACH-Fokus. Passend für kleine stabile Teams, die Service unterwegs auf dem Smartphone führen. Nachteil gegenüber SendSeven: Per-Nutzer-Aufschläge und 12-Monats-Bindung.
WhatsApp mit Fokus auf transparentes Deutschland-Hosting
Chatwerk. Server explizit in Frankfurt, transparenter Markup, niedriger Per-Nutzer-Aufschlag (5 €). Nachteil: einmalige Setup-Gebühr und der Markup auf Meta-Gebühren bei hohem Volumen.
Mid-Market mit Workflow-Tiefe und Telefonie
Trengo. Tiefe Workflow-Automatisierung und native Voice-Telefonie als gleichwertiger Kanal. Passend für 10+ Personen mit komplexen Routing-Anforderungen. Nachteil: kein KMU-Einstieg unter 349 € und Per-Nutzer-Aufschläge bei Wachstum.
Primär E-Mail-Marketing, WhatsApp nur gelegentlich
Hier ist ehrlicherweise Brevo selbst die richtige Wahl. Wer Newsletter, Drip-Sequenzen und transaktionale E-Mails als Kerngeschäft betreibt und WhatsApp nur sporadisch braucht, bekommt bei Brevo das ausgereiftere E-Mail-Werkzeug. Die Alternativen lohnen sich erst, wenn WhatsApp und der geteilte Posteingang zum Hauptthema werden.
Häufig gestellte Fragen
Warum suchen Unternehmen eine Brevo-Alternative?
Meist, weil der Bedarf von E-Mail-Marketing zu echtem Multichannel mit WhatsApp wechselt. Bei Brevo gibt es WhatsApp-Kampagnen erst ab dem Professional-Plan (rund 430 €/Monat), und der gemeinsame Posteingang ist ein separates Produkt (Conversations). Wer WhatsApp und einen geteilten Posteingang ins Zentrum stellt, zahlt bei Brevo für eine E-Mail-Engine, die er gar nicht im Mittelpunkt braucht.
Ab welchem Brevo-Tarif gibt es WhatsApp-Kampagnen?
WhatsApp-Outbound-Kampagnen sind erst ab dem Professional-Plan bei rund 430 €/Monat verfügbar. Die günstigeren Pläne (Free, Starter ab ~8 €, Standard ab ~16 €) enthalten keine WhatsApp-Kampagnen. Zwischen Standard und Professional gibt es keinen Mitteltarif, der Sprung ist also groß.
Welche Brevo-Alternative ist für WhatsApp am günstigsten?
Für ein 8-Personen-Team mit E-Mail, WhatsApp und gemeinsamem Posteingang ist SendSeven Basic (49 € Plattformkosten plus Meta-Gebühren) deutlich günstiger als die Brevo-Kombination aus Professional-Plan und Conversations Pro (zusammen rund 534 €/Monat vor Meta). Im selben Szenario sind das grob 485 €/Monat Unterschied bei den Plattformkosten.
Hat SendSeven dasselbe E-Mail-Marketing wie Brevo?
Nein, nicht im selben Umfang. SendSeven hat einen Kampagnen-Builder für WhatsApp, E-Mail und SMS (E-Mail managed oder mit eigenem Anbieter), aber kein ausgebautes E-Mail-A/B-Testing und keine E-Mail-Drip-Sequenzen wie eine spezialisierte E-Mail-Suite. Wer E-Mail-Marketing als Kerngeschäft betreibt, sollte das gewichten. Wer WhatsApp und Multichannel ins Zentrum setzt, gewinnt mit SendSeven den gemeinsamen Posteingang ohne Zusatzprodukt.
Brauche ich bei Brevo zwei Produkte für WhatsApp und Posteingang?
Für einen echten geteilten Posteingang mit WhatsApp-Outbound ja. Der Posteingang läuft über das separate Produkt Conversations (Pro ab rund 13 €/Nutzer/Monat), die WhatsApp-Kampagnen über den Professional-E-Mail-Plan (rund 430 €/Monat). Man bucht also beide parallel. Bei SendSeven sind beide Funktionen in einem Tarif enthalten.
Wie funktioniert die Migration von Brevo zu SendSeven?
In fünf Schritten: SendSeven 14 Tage testen, WhatsApp-Nummer anbinden (Portierung 1 bis 3 Werktage oder Coexistence ohne harte Migration), E-Mail-Kanal und Kontakte per CSV übernehmen, Team einladen (unbegrenzte Nutzer), Brevo herunterstufen oder kündigen. Brevo hat keinen Mindestvertrag und ist monatlich kündbar, ein paralleler Betrieb während des Übergangs ist also problemlos.
Ist Brevo DSGVO-konform und wo liegen die Daten?
Brevo gehört zur Sendinblue SAS mit Sitz in Paris, hostet in der EU (Frankreich, Belgien, Deutschland) und bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag, seit Mai 2025 mit B-Corp-Zertifizierung. Der konkrete Verarbeitungsort der KI-Funktionen ist nicht öffentlich spezifiziert. SendSeven hostet in Frankfurt (GCP europe-west3) und verarbeitet KI über Vertex AI Enterprise in der EU, mit vertraglicher Garantie gegen Modell-Training mit Kundendaten.
Hat SendSeven eine API wie Brevo?
Ja. SendSeven bietet eine vollständige REST-API in allen Tarifen, Webhooks und einen MCP-Server für KI-Agenten (Claude, GPT, Cursor), inklusive eines dedizierten API-Only-Plans ab 9 €/Kanal/Monat. Brevo hat ebenfalls eine volle API auf allen Plänen samt MCP-Server, das ist eine echte Brevo-Stärke. Beide eignen sich gut für entwicklergetriebene Integrationen.
Weitere Vergleiche & Alternativen
Direktvergleiche
Fazit
Brevo ist eine starke E-Mail-Marketing-Plattform mit solider API und EU-Hosting. Für ein Team, dessen Kerngeschäft Newsletter, Drip-Sequenzen und transaktionale E-Mails sind, bleibt Brevo eine gute Wahl. Die Grenze zeigt sich erst, wenn WhatsApp und ein gemeinsamer Posteingang ins Zentrum rücken: Dann liegen WhatsApp-Kampagnen hinter dem Professional-Plan (rund 430 €/Monat), und der Posteingang ist ein separat bepreistes Produkt.
Für WhatsApp-first-Teams und Conversational Commerce sind vier Alternativen strukturell passender: SendSeven für WhatsApp und E-Mail im selben Posteingang ohne Tarifsprung und mit unbegrenzten Nutzern, Superchat für WhatsApp-first mit nativen Mobile-Apps, Chatwerk für transparentes Deutschland-Hosting und Trengo für tiefe Workflow-Automatisierung im Mid-Market.
Für das gerechnete 8-Personen-Team mit E-Mail und WhatsApp spart SendSeven gegenüber der Brevo-Kombination aus Professional und Conversations rund 485 €/Monat an Plattformkosten. Die konkrete Wahl hängt davon ab, wie schwer das E-Mail-Marketing in Ihrem Setup wiegt. Wer Messaging an erste Stelle setzt, sieht den Unterschied am schnellsten im eigenen Posteingang: SendSeven-Tarife ansehen und 14 Tage kostenlos testen, keine Kreditkarte nötig.