SendSeven vs. Brevo: Der ehrliche Vergleich 2026

, Editorial Team

Brevo oder SendSeven? E-Mail-Tool mit Messaging-Add-ons oder Messaging-Plattform ab Tag 1? Preise, Kanäle, API und DSGVO im direkten Vergleich.

TL;DR

Brevo (ehemals Sendinblue, betrieben von der Sendinblue SAS in Paris) ist eine E-Mail-Marketing-Plattform mit SMS, WhatsApp-Kampagnen und CRM. Starker Free-Plan (300 E-Mails/Tag), bezahlte Tarife ab 7 €/Mo. WhatsApp gibt es aber erst im Professional-Tarif ab 499 €/Mo (449,08 € bei jährlicher Zahlung), und der gemeinsame Posteingang läuft über separate Sales-Tarife.

SendSeven ist eine Messaging-Plattform mit 8 Kanälen (WhatsApp, SMS, E-Mail, Telegram, Messenger, Instagram, Live Chat, Browser Push) in jedem Tarif. Tarife ab 49 €/Monat, unbegrenzte User in jedem Tarif, Unified Inbox inklusive, 14 Tage kostenlos testen.

Kurz: Wer primär E-Mail-Newsletter versendet, findet in Brevo ein solides Tool. Wer WhatsApp, Live Chat und E-Mail unter einem Dach braucht, kommt mit SendSeven ohne den Sprung von 15 € auf 499 € im Monat aus.

Brevo & SendSeven im Kurzprofil

Einen Überblick über alle Messaging-Plattformen im Vergleich finden Sie in unserer Vergleichs-Übersicht 2026.

Brevo (ehemals Sendinblue)

Brevo, früher Sendinblue, wird von der Sendinblue SAS mit Sitz in Paris betrieben und nennt auf seiner Preisseite über 600.000 Kunden. Der Kern: E-Mail-Marketing mit Newsletter-Editor, Marketing-Automation und CRM. SMS, WhatsApp-Kampagnen und Push laufen als zusätzliche Kanäle in den Marketing-Tarifen, der gemeinsame Posteingang für Live Chat, Instagram, Messenger und 1:1-WhatsApp in separaten Sales-Tarifen. Brevo ist nach ISO 27001:2022 zertifiziert; als Hosting-Dienstleister nennt Brevo OVH (Server in Frankreich) und Google Cloud (Server in Belgien).

SendSeven

SendSeven ist eine Messaging-Plattform aus Augsburg, gebaut für Unternehmen, die über mehrere Kanäle kommunizieren. Statt E-Mail nachträglich um Messaging zu erweitern, bietet SendSeven alle 8 Kanäle von Anfang an in einer Oberfläche. In jedem Tarif enthalten sind Unified Inbox, Kampagnen, MCP-Server und eine vollständige REST-API; KI-Assistenten, Flow Builder und Team Chat kommen ab dem Professional-Tarif dazu. Daten werden in der EU (Frankfurt) gehostet, KI ist opt-in und standardmäßig ausgeschaltet. Seit Mai 2026 ist SendSeven Meta Business Partner.

Kanalvergleich: 7 vs. 8

SendSeven deckt alle 8 Kanäle in jedem Tarif ab. Brevo deckt 7 der 8 ab (Telegram fehlt), verteilt auf die Marketing-Tarife und separate Sales-Tarife. Entscheidend ist deshalb auch, in welchem Tarif ein Kanal liegt.

Kanalvergleich Brevo und SendSeven mit verfügbaren Messaging-Kanälen und Tarifen (Stand: September 2026)
Kanal Brevo SendSeven
E-Mail ✓ (Kernprodukt, alle Tarife inkl. Free) ✓ (alle Tarife)
SMS ✓ (separate SMS-Credits) ✓ (alle Tarife)
WhatsApp Business ✓ (erst ab Professional, 499 €/Mo; über Prepaid-WhatsApp-Credits) ✓ (alle Tarife)
Facebook Messenger ✓ (ab Sales Essentials, 29 €/Mo) ✓ (alle Tarife)
Instagram DM ✓ (ab Sales Essentials, 29 €/Mo) ✓ (alle Tarife)
Telegram ✗ (nicht gelistet) ✓ (alle Tarife)
Live Chat ✓ (ab Sales Free, 0 €) ✓ (in jedem Tarif inklusive)
Browser Push ✓ (Web Push ab Starter, begrenzt auf 1.000 Abonnenten im Starter) ✓ (alle Tarife)
Gesamt 7 von 8, verteilt auf Marketing- und Sales-Tarife 8 Kanäle in jedem Tarif

Brevo deckt die meisten Kanäle ab, verteilt sie aber auf verschiedene Tarife: WhatsApp erst ab Professional, Live Chat, Instagram und Messenger sowie 1:1-WhatsApp und SMS im Posteingang über die separaten Sales-Tarife. Telegram ist nicht gelistet. SendSeven bündelt alle 8 Kanäle in einer Plattform, unabhängig vom gewählten Tarif.

Preisvergleich: Was kostet es wirklich?

Brevo rechnet nach E-Mail-Volumen ab und legt andere Kanäle in höhere Tarife, Credits oder separate Sales-Tarife; SendSeven berechnet eine feste Grundgebühr pro Tarif mit inklusiven Nachrichten, alle Kanäle ab dem ersten Tarif. Beide Anbieter veröffentlichen ihre Preise, der Vergleich lässt sich also nachrechnen.

Brevo-Preise (geprüft auf brevo.com am 24. September 2026)

Brevo-Tarife Free, Starter, Standard, Professional und Enterprise mit Monatspreis, E-Mail-Volumen und Nutzern (Stand: September 2026)
Plan Preis/Monat (monatlich / jährlich) E-Mail-Volumen User
Free 0 € 300/Tag 1
Starter 7 € / 6,33 € ab 5.000/Mo 1
Standard 15 € / 13,50 € ab 5.000/Mo bis 3 (Add-on)
Professional 499 € / 449,08 € ab 150.000/Mo 10 inklusive
Enterprise Individuell Individuell Unbegrenzt

Zusatzkosten bei Brevo (laut brevo.com):

  • Brevo-Logo aus E-Mails entfernen: 8,10 €/Mo im Starter-Tarif, ab Standard inklusive
  • Gemeinsamer Posteingang über separate Sales-Tarife: Sales Free (0 €, Live Chat), Sales Essentials (29 €/Mo, 26,08 € bei jährlicher Zahlung, mit Instagram und Messenger), Sales Advanced (59 €/User/Mo, 53,08 € bei jährlicher Zahlung, mit 1:1-WhatsApp, SMS und KI-Chatbot)
  • WhatsApp: erst ab Professional (499 €/Mo), Nachrichten über Prepaid-WhatsApp-Credits
  • SMS: separate Credits, Preis nach Volumen und Zielland
  • Web Push: ab Starter, begrenzt nach Abonnenten (1.000 im Starter, 10.000 im Standard, 20.000 im Professional); Mobile Push ab Professional

SendSeven Preise

SendSeven Tarife mit Grundgebühr, inkludierten Nachrichten und unbegrenzten Nutzern (Stand: September 2026)
Plan Grundgebühr Inklusive Nachrichten Nachricht danach User
Basic 49 €/Mo 2.500 0,02 € Unbegrenzt
Professional 79 €/Mo 2.500 0,02 € Unbegrenzt
Scale 199 €/Mo 10.000 0,015 € Unbegrenzt
Enterprise 499 €/Mo 40.000 0,01 € Unbegrenzt
API Only 9 €/Kanal/Mo 1.000/Kanal 0,005 € Unbegrenzt

Alle 8 Kanäle und unbegrenzte User in jedem Tarif. Ein Preis pro Tarif gilt für Service-Nachrichten, Kampagnen und SMS; die Zustellkosten der SMS-Carrier je Zielland kommen über ein Prepaid-Guthaben dazu. E-Mails zählen zum selben Kontingent und kosten darüber hinaus 0,01 € (Basic und Professional), 0,0075 € (Scale) bzw. 0,005 € (Enterprise). API Only ist der Entwickler-Tarif ohne Inbox, Kampagnen-Builder und Flow Builder, abgerechnet pro Kanal. KI-Assistenten, Flow Builder und zeitgesteuerter Versand gibt es ab dem Professional-Tarif, nicht im Basic. KI ist opt-in und ohne KI-Zuschlag pro Unterhaltung: Die Nutzung wird in AI Credits aus dem Kontingent gezählt und erst darüber hinaus mit 0,01 € pro Credit berechnet. Eingehende Nachrichten sind immer kostenlos. Details auf der Preisseite.

Kostenbeispiel: Team mit 5 Personen, 3 Kanäle, 10.000 Nachrichten/Mo

Ein 5-Personen-Team mit E-Mail, WhatsApp und Live Chat zahlt bei SendSeven Scale 199 € im Monat und bei Brevo Professional mindestens 449,08 € (jährliche Zahlung), jeweils vor den WhatsApp-Nachrichtenkosten. Fairerweise vorab: Brevos Tarife richten sich nach dem E-Mail-Volumen, nicht nach allen Nachrichten. Für den Vergleich zählt deshalb der Tarif, der WhatsApp überhaupt freischaltet.

Kostenvergleich Brevo Professional und SendSeven Scale für ein 5-Personen-Team mit E-Mail, WhatsApp und Live Chat (Stand: September 2026)
Position Brevo (Professional, jährliche Zahlung) SendSeven (Scale)
Grundgebühr 449,08 € (einziger Tarif mit WhatsApp; inkl. 150.000 E-Mails und 10 User) 199 € (inkl. 10.000 Nachrichten über alle 8 Kanäle)
User (5) Inklusive (Professional enthält 10) Inklusive (unbegrenzt in jedem Tarif)
Live Chat / gemeinsamer Posteingang Live Chat im Sales Free (0 €); 1:1-WhatsApp im Posteingang listet Brevo im Sales Advanced: 5 × 53,08 € = 265,40 € (jährlich) Inklusive (Unified Inbox)
Branding entfernen Im Professional inklusive (die 8,10 € gelten nur im Starter) Entfällt (kein Anbieter-Branding in ausgehenden Nachrichten)
Plattformkosten pro Monat 449,08 €, mit Sales Advanced für 5 User 714,48 € 199 €
WhatsApp-Nachrichtenkosten Prepaid-WhatsApp-Credits bei Brevo, Preis laut Credit-Rechner von Brevo, oben nicht enthalten Metas eigene Gebühren pro Nachricht kommen hinzu, oben nicht enthalten

Der Unterschied ist strukturell: Brevo verkauft WhatsApp erst ab Professional. Ein kleines Team, das WhatsApp nutzen will, zahlt damit für 150.000 E-Mails und 10 User, die es vielleicht gar nicht braucht. Seit dem 1. Oktober 2026 berechnet Meta außerdem Service-Nachrichten im 24-Stunden-Fenster zum Utility-Preis, sobald eine Nummer die 1.000 kostenlosen Service-Nachrichten im Monat überschritten hat; das gilt bei jedem Anbieter. Umgekehrt gilt auch: Wer nur einen Newsletter an 4.000 Kontakte verschickt, ohne WhatsApp und ohne Live Chat, zahlt bei Brevo im Starter 6,33 bis 7 € im Monat und damit weniger als im SendSeven-Basic-Tarif für 49 €. Für reine E-Mail-Versender mit wenig Volumen liegt Brevo beim Preis vorn; erst mit WhatsApp oder einem gemeinsamen Posteingang ändert sich die Rechnung.

WhatsApp-Zugang: Paywall vs. Inklusive

Brevo schaltet WhatsApp erst im Professional-Tarif frei, SendSeven in jedem Tarif. Beim Zugang unterscheiden sich die beiden grundlegend:

  • Brevo: WhatsApp Business API ist erst ab dem Professional-Tarif verfügbar (499 €/Mo, 449,08 € bei jährlicher Zahlung). Die Nachrichten laufen über Prepaid-WhatsApp-Credits, 1:1-Chats im Posteingang listet Brevo im Sales Advanced. Einen kleineren Einstieg für Teams, die WhatsApp testen wollen, gibt es nicht.
  • SendSeven: WhatsApp Business API ist in jedem Tarif enthalten, auch im Basic-Tarif ab 49 €/Mo.

Für Unternehmen, die WhatsApp als Kundenkanal nutzen wollen, ist das ein entscheidender Unterschied. Bei Brevo bedeutet WhatsApp automatisch Professional-Preise. Bei SendSeven starten Sie sofort, unabhängig vom Tarif. Metas eigene Gebühren pro Nachricht (in Deutschland 0,1131 € für Marketing, 0,0456 € für Utility und Authentifizierung) fallen bei jedem Anbieter an. Seit dem 1. Oktober 2026 kostet auch eine Service-Nachricht im 24-Stunden-Fenster den Utility-Preis, sobald eine Nummer die 1.000 kostenlosen Service-Nachrichten im Monat überschritten hat. Brevo rechnet WhatsApp über Prepaid-Credits ab. SendSeven berechnet einen festen Preis pro Nachricht, keinen Prozentaufschlag auf Metas Preisliste; Metas eigene Gebühren pro Nachricht kommen hinzu. Vollständige Aufschlüsselung im WhatsApp Business API Kosten-Leitfaden.

Unified Inbox: Inklusive vs. Zusatzprodukt

Ein zentraler Posteingang für alle Kanäle spart Zeit und verhindert, dass Nachrichten verloren gehen.

  • Brevo: Live Chat und Inbox laufen über separate Sales-Tarife: Live Chat im Sales Free (0 €), Instagram und Messenger ab Sales Essentials (29 €/Mo), 1:1-WhatsApp und SMS im Sales Advanced (59 €/User/Mo). Marketing-Tarife und Sales-Tarife werden getrennt abgerechnet.
  • SendSeven: Die Unified Inbox bündelt alle 8 Kanäle in einer Ansicht. Jedes Team-Mitglied sieht den gesamten Konversationsverlauf, unabhängig vom Kanal. Inklusive in jedem Tarif.

Wer Kundenanfragen über mehrere Kanäle bearbeitet, braucht einen zentralen Ort dafür. Bei Brevo hängt der Preis davon ab, welche Kanäle im Posteingang landen sollen; bei SendSeven ist der Posteingang für alle 8 Kanäle in jedem Tarif enthalten.

KI & Automation

Beide Plattformen bieten Automatisierungsfunktionen, aber mit unterschiedlichem Fokus:

KI- und Automatisierungsfunktionen im Vergleich Brevo und SendSeven mit Tarifzuordnung (Stand: September 2026)
Funktion Brevo SendSeven
Marketing-Automation ✓ (Workflows und E-Mail-A/B-Tests ab Standard) ✓ (Kampagnen in jedem Tarif, Flow Builder ab Professional)
KI-Assistent ✓ (Aura AI in allen Tarifen) ✓ (mit Wissensdatenbank, ab Professional)
KI-Chatbot für Kundenanfragen ✓ (im Sales Advanced) ✓ (ab Professional)
Weitere KI-Funktionen KI-Content-Generator ab Starter, Versandzeit-Optimierung ab Standard, KI-Segmentierung und AI Data Analyst im Professional Antwortvorschläge für Agenten in der Inbox, Übersetzung im Live Chat (ab Professional)
Team Chat Nicht gelistet ✓ (eingebaut, ab Professional)

Brevo richtet seine KI vor allem auf das Marketing aus: Inhalte, Versandzeiten, Segmente. SendSeven richtet die KI auf Kundengespräche aus: Die Wissensdatenbank (RAG) indexiert Dokumente, Webseiten und FAQs, der KI-Assistent beantwortet damit Anfragen in Chat, Messaging und E-Mail und übergibt bei Bedarf an das Team. KI ist bei SendSeven opt-in, standardmäßig ausgeschaltet und ohne KI-Zuschlag pro Unterhaltung; die Nutzung wird in AI Credits aus dem Kontingent gezählt.

Developer-API & Integrationen

Für Entwickler, die Messaging in eigene Anwendungen integrieren, ist die API-Qualität entscheidend.

Developer-API-Vergleich Brevo und SendSeven nach REST-API, Webhooks, SDKs, MCP-Server und Konnektoren (Stand: September 2026)
Kriterium Brevo SendSeven
REST-API ✓ (transaktionale E-Mails und SMS in allen Tarifen, WhatsApp ab Professional) ✓ (nach OpenAPI-Spezifikation)
Eigener API-Tarif ✗ ✓ (API Only, ab 9 €/Kanal/Mo, 0,005 €/Nachricht)
Webhooks ✓ ✓ mit gepufferten Wiederholungen (Guide)
SDKs Node.js, Python, PHP Keine SDKs; die REST-API ist aus jeder Sprache nutzbar
MCP-Server ✓ (laut Doku für Claude Desktop, Claude Code, Cursor, Windsurf, VS Code, Cline) ✓ (für Claude Desktop, Claude Code und Cursor)
No-Code-Konnektoren ✓ ✓ (Zapier und n8n)

Brevo bietet in jedem Tarif, auch im Free-Plan, eine REST-API für transaktionale E-Mails und SMS, SMTP-Relay und Webhooks; transaktionales WhatsApp über die API ist nur im Professional und Enterprise gelistet. Einen eigenen Entwickler-Tarif gibt es nicht, die API hängt an denselben Marketing-Tarifen. SendSeven hat einen eigenen API-Only-Tarif (ab 9 €/Kanal/Mo, 0,005 €/Nachricht) für Teams, die keine Oberfläche brauchen und Messaging direkt in ihre Software einbauen wollen. Beide Anbieter haben einen eigenen MCP-Server; der von SendSeven verbindet KI-Agenten wie Claude Desktop, Claude Code und Cursor mit Nachrichten und Inbox statt mit einem Marketing-CRM.

DSGVO & Datenschutz

Für Unternehmen in der DACH-Region ist DSGVO-Konformität keine Option, sondern Pflicht.

DSGVO- und Datenschutz-Vergleich Brevo und SendSeven nach Firmensitz, Rechenzentrum, Zertifizierung, Übermittlung außerhalb des EWR und KI-Datenverarbeitung (Stand: September 2026)
Kriterium Brevo SendSeven
Firmensitz Paris, Frankreich (EU) Augsburg, Deutschland (EU)
Rechenzentrum OVH (Server in Frankreich) und Google Cloud (Server in Belgien), laut Unterauftragsverarbeiter-Liste Frankfurt (primäre Speicherung und Verarbeitung)
AVV ✓ ✓ (Details)
Zertifizierung ISO 27001:2022 Kein eigenes ISO-27001-Zertifikat; gehostet auf Google Cloud (ISO 27001, SOC 2 Type II)
Übermittlung außerhalb des EWR Laut Unterauftragsverarbeiter-Anhang an Konzerngesellschaften in den USA und Indien sowie mehrere KI-Anbieter, auf Basis von Standardvertragsklauseln und EU-US Data Privacy Framework Für KI-Funktionen keine: auch die KI läuft in der EU
KI-Datenverarbeitung Unterauftragsverarbeiter-Liste nennt OpenAI und Google Gemini (EU/US), Anthropic (USA) und Langfuse (EU) Opt-in, standardmäßig aus; läuft in der EU, kein Modelltraining mit Kundendaten

Beide Plattformen sind EU-Unternehmen und bieten einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Brevo ist nach ISO 27001:2022 zertifiziert und nennt auf seiner Sicherheitsseite Server in der EU; in den Vertragsbedingungen steht jeder Unterauftragsverarbeiter mit Serverstandort. SendSeven hat seinen Sitz in Augsburg und hostet Daten in der EU (Frankfurt).

Genauer hinschauen lohnt bei der KI: Bei SendSeven ist KI opt-in und standardmäßig ausgeschaltet. Schaltet ein Team sie ein, läuft auch sie in der EU; vertraglich ausgeschlossen ist, dass Kundendaten für Modelltraining genutzt werden. Brevos Unterauftragsverarbeiter-Liste nennt für KI-Funktionen OpenAI und Google Gemini (EU/US), Anthropic (USA) und Langfuse (EU). Wer strenge Vorgaben für Übermittlungen hat, sollte die aktuellen Listen beider Anbieter mit der eigenen Richtlinie abgleichen, denn öffentliche Seiten ändern sich.

Für wen eignet sich welches Tool?

Brevo passt, wenn Sie:

  • Primär E-Mail-Newsletter und E-Mail-Automation betreiben
  • Einen kostenlosen Einstieg suchen (Free-Plan mit 300 E-Mails/Tag)
  • SMS nur als gelegentlichen Zusatzkanal nutzen
  • Marketing-Automation und E-Mail-A/B-Tests ab dem Standard-Tarif (15 €/Mo) nutzen wollen
  • Nur E-Mail versenden und ein bezahlter Tarif ab 7 €/Mo wichtiger ist als mehrere Kanäle

SendSeven passt, wenn Sie:

  • Mehrere Messaging-Kanäle gleichzeitig nutzen (Multichannel)
  • WhatsApp Business als Kundenkanal einsetzen wollen
  • Ein wachsendes Team haben und keine Seat-Gebühren zahlen wollen
  • Eine REST-API für eigene Integrationen brauchen
  • Kundenservice und Marketing in einer Oberfläche bündeln wollen
  • KI-gestützten Support mit Wissensdatenbank aufbauen wollen (ab Professional)
  • Telegram neben den anderen Kanälen brauchen

Wie wechseln Sie von Brevo zu SendSeven?

Der Wechsel gelingt in fünf Schritten, und während der Testphase können beide Tools parallel laufen:

  • Kontakte übernehmen: Kontakte als CSV aus Brevo exportieren und in SendSeven importieren oder die REST-API nutzen. Details im Kontakt-Import-Guide.
  • WhatsApp umziehen (falls vorhanden): Die Übertragung Ihrer WhatsApp-Nummer zu SendSeven über Meta beantragen und die Rufnummer behalten; die Schritte stehen im WhatsApp-Setup-Guide.
  • Kampagnen und Automationen neu aufsetzen: E-Mail-Vorlagen im Kampagnen-Builder nachbauen (jeder Full-Suite-Tarif), Automationen im Flow Builder (ab Professional).
  • Team einladen: Alle Team-Mitglieder einladen, unbegrenzt und ohne Gebühr pro Nutzer.
  • Parallel testen: 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, mit 100 Testnachrichten.

SendSeven 14 Tage kostenlos testen

Ohne Kreditkarte, ohne Vertragsbindung, mit 100 Testnachrichten. Alle 8 Kanäle in einer Inbox, unbegrenzte User.

Preise ansehen & testen →

Häufig gestellte Fragen

Ist Brevo DSGVO-konform?

Brevo ist ein französisches Unternehmen, nennt auf seiner Sicherheitsseite Server in der EU und eine Zertifizierung nach ISO 27001:2022, bietet einen AVV an und listet seine Unterauftragsverarbeiter, darunter KI-Anbieter in den USA. Für die DACH-Region ist Brevo datenschutzrechtlich nutzbar; wer strenge Vorgaben für Übermittlungen hat, sollte die Liste mit der eigenen Richtlinie abgleichen.

Was ist der Unterschied zwischen Brevo und Sendinblue?

Kein funktionaler Unterschied. Sendinblue heißt heute Brevo; Betreiber ist weiterhin die Sendinblue SAS mit Sitz in Paris. Die Plattform wurde unter dem neuen Namen weitergeführt.

Kann Brevo WhatsApp-Nachrichten senden?

Ja, aber erst ab dem Professional-Tarif (499 €/Mo, 449,08 € bei jährlicher Zahlung). In Free, Starter und Standard ist WhatsApp nicht verfügbar. Die Nachrichten laufen über Prepaid-WhatsApp-Credits, 1:1-Chats im Posteingang listet Brevo im Sales Advanced. Bei SendSeven ist WhatsApp in jedem Tarif enthalten, auch im Basic-Tarif ab 49 €/Mo.

Hat Brevo eine Telegram-Integration?

Nein. Telegram ist bei Brevo nicht als Kanal gelistet. SendSeven bietet eine vollständige Telegram-Bot-Integration in jedem Tarif.

Was kostet Brevo wirklich?

Brevo ist bis 300 E-Mails pro Tag kostenlos, danach kostet Starter 7 €/Mo, Standard 15 €/Mo und Professional 499 €/Mo (449,08 € bei jährlicher Zahlung). Erst Professional schaltet WhatsApp frei. Für ein Team mit 5 Personen, WhatsApp und Live Chat sind es mindestens 449,08 €/Mo, mit Sales Advanced für 5 User 714,48 €/Mo, jeweils vor den WhatsApp-Credits. SendSeven Scale kostet dafür 199 €/Mo.

Bietet SendSeven einen kostenlosen Plan?

Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht, dafür 14 Tage kostenlos mit 100 Testnachrichten und ohne Kreditkarte. Danach beginnt der Basic-Tarif ab 49 € pro Monat, monatlich kündbar. Alle Tarife im Überblick.

Hat Brevo einen MCP-Server für KI-Agenten?

Ja. Brevo veröffentlicht einen eigenen MCP-Server; die Dokumentation nennt Claude Desktop, Claude Code, Cursor, Windsurf, VS Code und Cline. Auch SendSeven hat einen MCP-Server, kompatibel mit Claude Desktop, Claude Code und Cursor, der mit Nachrichten und Inbox verbunden ist statt mit einem Marketing-CRM.

Kann ich von Brevo zu SendSeven wechseln?

Ja. Kontakte lassen sich per CSV oder über die API importieren, der Kontakt-Import-Guide beschreibt den Ablauf. Eine vorhandene WhatsApp-Nummer ziehen Sie per Übertragung über Meta zu SendSeven um. Automationen im Flow Builder brauchen den Professional-Tarif. In den 14 kostenlosen Testtagen können beide Tools parallel laufen.

Fazit

Brevo und SendSeven lösen unterschiedliche Probleme. Brevo ist ein etabliertes E-Mail-Marketing-Tool mit Marketing-Automation ab dem Standard-Tarif (15 €/Mo), einem Free-Plan und KI-Funktionen in der Kampagnenerstellung. Wer nur Newsletter verschickt, zahlt dort weniger als in SendSevens Basic-Tarif. Sobald Sie aber über E-Mail hinaus kommunizieren wollen, wird es teurer und verteilt sich auf mehrere Tarife: WhatsApp erst ab 499 € im Monat, der gemeinsame Posteingang über separate Sales-Tarife, Sales Advanced mit Preis pro User.

SendSeven ist für Teams gebaut, die von Anfang an mehrere Kanäle nutzen: 8 Kanäle in einer Inbox ab 49 € im Monat, unbegrenzte User, eine feste Grundgebühr mit inklusiven Nachrichten und ein eigener API-Tarif für Entwickler. Daten werden in der EU (Frankfurt) gehostet, KI ist opt-in und standardmäßig ausgeschaltet. Einen Überblick über weitere Anbieter gibt die Vergleichs-Übersicht, alle Tarife stehen auf der Preisseite.

Kurz: E-Mail-only? Brevo ist eine gute Wahl. Multichannel? SendSeven.

Alle Plattform-Vergleiche im Überblick →