SendSeven vs. Trengo: Der ehrliche Vergleich 2026

Trengo oder SendSeven? Gereifte niederländische Plattform mit Sitzplatz-Bundle, Conversation-Kontingent und nativem Voice-Modul oder deutsche 8-Kanal-Plattform ab 9 €/Kanal ohne Nutzergebühren? Preise, Kanäle, KI und DSGVO im fairen Faktencheck.

TL;DR

Trengo ist eine gereifte niederländische Customer-Engagement-Plattform aus Utrecht, nach eigenen Angaben seit 2017 am Markt, mit 3.000+ Kunden weltweit und einem breiten Kanal-Set inklusive einem nativen Voice- und Telefonie-Modul. Die Preislogik ist ein Hybrid: ein Sitzplatz-Bundle pro Tarif, ein Conversation-Kontingent und ein separater KI-Zuschlag pro bearbeiteter Unterhaltung. Einstieg ab 299 EUR/Monat bei jährlicher Zahlung.

SendSeven ist eine deutsche Plattform mit 8 Kanälen (WhatsApp, SMS, E-Mail, Instagram, Facebook Messenger, Live Chat, Telegram und Browser Push) und einem gemeinsamen Posteingang fuer Service und Marketing, transparent ab 9 EUR/Kanal/Monat, ohne Nutzergebühren, mit inklusiver KI und 14 Tagen kostenlosem Test.

Kurz: Ein reifes Team mit hohem Gesprächsvolumen und echtem Bedarf an einem Telefonie-Kanal findet in Trengo eine etablierte, bewährte Plattform. Wer planbare Preise ohne Sitzplatzgebühren, mehr Kanäle ab Werk und einen konkret benannten EU-Rechenzentrumsstandort will, fährt mit SendSeven besser.

Trengo & SendSeven im Kurzprofil

Beide Anbieter sind europäische Multichannel-Plattformen, beide arbeiten DSGVO-orientiert, beide bündeln Kundenkanäle in einem Team-Posteingang. Trotzdem folgen sie einer fundamental unterschiedlichen Preislogik und kommen aus unterschiedlichen Märkten. Damit Sie sauber vergleichen können, hier die Eckdaten ohne Marketing-Lyrik. Einen Überblick über alle Anbieter finden Sie in unserer Vergleichs-Übersicht 2026.

Trengo

  • Firma: Trengo B.V. mit Sitz in Utrecht, Niederlande.
  • Gründung: 2017 nach eigenen Angaben; einzelne Drittdatenbanken nennen abweichende Jahre.
  • Positionierung: Customer Engagement Platform beziehungsweise Omnichannel-Team-Posteingang. Eigenes Ziel: bis zu 90 Prozent transaktionaler Unterhaltungen automatisieren.
  • Marktreife: über 100 Mitarbeiter, 3.000+ Kunden weltweit, 36 Mio. USD Series A (2021). Das ist deutlich mehr Reife und Social Proof als bei den meisten Nischenanbietern, und das gehört ehrlich anerkannt.
  • Reputation: G2 4,3 von 5 (245 Bewertungen), Trustpilot 4,2 von 5, Capterra rund 4,1 von 5.
  • WhatsApp: Trengo bezeichnet sich als offiziellen WhatsApp Business Partner. Das genaue Meta-Partnertier wird auf der eigenen Seite nicht mit Metas offizieller Bezeichnung ausgewiesen.
  • Zielgruppe: E-Commerce, Hospitality, Reise, Financial Services, Automotive. Kein spezifischer DACH-Fokus, europaweit und global ausgerichtet.

SendSeven

  • Firma: eigenständige GmbH mit Sitz in Augsburg (Deutschland). Das Gründerteam bringt langjährige Erfahrung aus der Business-Messaging-Branche mit (unter anderem MessengerPeople und Sinch Engage) und arbeitet unabhängig.
  • Kernprodukt: Customer-Engagement-Plattform mit Unified Inbox, KI-Assistenten, Kampagnen-Builder, Flow Builder, Scheduler, MCP-Server und REST-API, alles in einer Oberfläche.
  • Zielgruppe: KMU jeder Branche, Marketing- und Serviceteams sowie Entwickler.
  • Hosting: EU, Rechenzentrum in Frankfurt; KI-Verarbeitung über Vertex AI Enterprise in Frankfurt.
  • Status: Meta Business Partner (seit Mai 2026), Made in Germany.
  • Abrechnung: nutzungsbasiert, öffentlich einsehbar, keine Gebühr pro Nutzer.
Schnellvergleich SendSeven und Trengo nach Fokus, Herkunft, Preismodell, Kanälen, Nutzer- und KI-Kosten, Voice, Datenresidenz und Vertrag (Stand: Juni 2026)
Kriterium SendSeven Trengo
Fokus Breite 8-Kanal-Plattform für jedes KMU Gereifte Multichannel-Plattform, europaweit
Herkunft Augsburg, Deutschland Utrecht, Niederlande
Preismodell Pay-per-Channel, ab 9 EUR/Kanal Sitzplatz-Bundle + Conversation-Kontingent + KI-Zuschlag
Einstiegspreis Ab 9 EUR/Kanal/Monat Ab 299 EUR/Monat (jährliche Zahlung)
Kanäle 8 (inkl. Telegram & Browser Push) Breit, inkl. nativer Voice-/Telefonie-Kanal
Kosten pro Nutzer Keine, unbegrenzte Nutzer Bundle inkl., Extra-Nutzer kostenpflichtig
KI-Kosten In jedem Tarif inklusive Zuschlag je KI-bearbeiteter Unterhaltung
Voice / Telefonie Nur WhatsApp Voice Calling (Beta) ✓ Natives Voice-Modul (echter Pluspunkt)
Datenresidenz Frankfurt, konkret benannt (Daten + KI) AWS/EU, Region nicht benannt; SCCs möglich
Zielgruppe DACH-KMU bis Enterprise Reifes Team mit hohem Volumen, international
Vertrag Nutzungsbasiert, monatlich kündbar Tarif-Bundle, jährliche oder monatliche Zahlung
Kostenloser Test ✓ 14 Tage, ohne Kreditkarte Testphase angeboten, Dauer nicht eindeutig kommuniziert

Das Preismodell ist der eigentliche Unterschied

Hier liegt der wichtigste Unterschied, und er lässt sich fair und ohne Spekulation beschreiben, weil beide Anbieter ihre Preise veröffentlichen. Nur die Struktur ist grundverschieden.

Trengo hat sein Modell 2024 umgebaut, weg von reinem Pay-per-Seat, hin zu einem Hybrid aus drei Teilen:

  • einem Sitzplatz-Bundle pro Tarif (eine feste Zahl inkludierter Nutzer),
  • einem Conversation-Kontingent, gezählt in 7-Tage-Gesprächsfenstern, nicht pro Einzelnachricht,
  • einer nutzungsbasierten Wallet für Zuschläge auf KI, Voice und Broadcasting.

Trengo-Tarife (Stand: Juni 2026)

Trengo-Tarife Boost, Pro und Enterprise mit Preis bei jährlicher und monatlicher Zahlung, inkludierten Nutzern und Conversations (Stand: Juni 2026)
Tarif Preis/Monat (jährliche Zahlung) Preis/Monat (monatliche Zahlung) Inkl. Nutzer Inkl. Conversations
Boost 299 EUR 349 EUR 10 6.000/Jahr (ca. 500/Monat)
Pro (als beliebtester Tarif markiert) 499 EUR 599 EUR 20 18.000/Jahr (ca. 1.500/Monat)
Enterprise Individuell Individuell Individuell Individuell

Zusatzkosten laut Preisseite: Extra-Nutzer (Boost +25 EUR jährlich / +30 EUR monatlich, Pro +40 EUR / +50 EUR), Extra-Conversations 15 EUR je 100 (jährlich) beziehungsweise 18 EUR je 100 (monatlich), KI-Zuschlag 0,25 EUR (jährlich) beziehungsweise 0,30 EUR (monatlich) pro Unterhaltung, die die KI bearbeitet, zusätzlich zum normalen Conversation-Verbrauch. Voice und Broadcasting sind separate Add-ons, deren Preis nicht öffentlich beziffert ist.

SendSeven-Tarife (Stand: Juni 2026)

SendSeven-Tarife mit Mindestbetrag pro Monat, Preis pro Nachricht und Nutzern (Stand: Juni 2026)
Tarif Mindestbetrag pro Monat Pro Nachricht Nutzer
Pay as you go 9 EUR/Kanal* 0,025 EUR Unbegrenzt
Scale 199 EUR 0,018 EUR Unbegrenzt
Business 499 EUR 0,012 EUR Unbegrenzt
API Only 9 EUR/Kanal* 0,004 EUR Unbegrenzt

*Mindestverbrauch pro aktivem Kanal, wird vollständig durch die tatsächliche Nutzung verbraucht. KI-Assistenten, Analytics, Kampagnen-Builder und Widgets sind in jedem Tarif enthalten, es gibt keinen Aufpreis pro Nutzer und keinen KI-Zuschlag. Details auf der Preisseite.

Der ehrliche Kern: Trengo bündelt Sitzplätze und ein Gesprächskontingent in einen Festpreis. Wer diese Kapazität wirklich ausschöpft, bekommt dafür einen kalkulierbaren Paketpreis. Der Haken ist, dass drei Variablen gleichzeitig die Rechnung bewegen, nämlich Sitzplätze, Conversation-Volumen und der KI-Anteil, der obendrauf gezählt wird. SendSeven kennt nur eine Variable, den Verbrauch pro Kanal, mit einem Mindestbetrag ab 9 EUR und ohne Aufpreis pro Nutzer oder pro KI-Unterhaltung. Beide Modelle sind berechenbar, aber unterschiedlich geformt.

Rechenbeispiel: Was zahlt ein 8-Personen-Team?

Konkrete Zahlen sagen mehr als jede Tabelle. Nehmen wir ein Serviceteam mit 8 Mitarbeitern, das WhatsApp, E-Mail und Live Chat nutzt, rund 400 Unterhaltungen pro Monat führt und die KI auf etwa 150 davon einsetzt. Ein fairer Hinweis vorab: SendSeven zählt pro Plattform-Nachricht, Trengo pro Unterhaltung (7-Tage-Fenster). Die Einheiten sind nicht 1:1 vergleichbar. Wir rechnen das SendSeven-Beispiel deshalb in Nachrichten (mit rund 5 Nachrichten je Unterhaltung, also etwa 2.000 Nachrichten) und das Trengo-Beispiel im Conversation-Kontingent.

Rechenbeispiel fuer ein 8-Personen-Serviceteam: SendSeven Pay as you go gegen Trengo Boost bei jährlicher Zahlung (Stand: Juni 2026)
Position SendSeven (Pay as you go) Trengo (Boost, jährliche Zahlung)
Grundgebühr / Mindestbetrag 27 EUR (3 Kanäle x 9 EUR) 299 EUR (inkl. 10 Nutzer + ca. 500 Unterhaltungen/Monat)
Nutzer (8) Inklusive, unbegrenzt Inklusive (Boost deckt 10 ab)
Volumen Ca. 2.000 Nachrichten x 0,025 EUR = 50 EUR Ca. 400 Unterhaltungen, im Kontingent enthalten
KI (ca. 150 Vorgänge) Inklusive, kein Zuschlag + 150 x 0,25 EUR = 37,50 EUR Zuschlag
Voice / Telefonie Nur WhatsApp Voice Calling (Beta) Separates Add-on (Preis nicht öffentlich)
Plattformkosten/Monat Ca. 50 EUR Ca. 336,50 EUR
Meta-WhatsApp-Gebühren Bei beiden identisch, von Meta abgerechnet Bei beiden identisch, von Meta abgerechnet

Der Abstand in diesem Szenario ist real, aber er erklärt sich zum Teil aus der Struktur: Trengo bündelt im Boost-Paket bereits 10 Sitzplätze und ein Gesprächskontingent, während SendSeven strikt nach Nutzung abrechnet. Ein kleines Team mit moderatem Volumen zahlt bei SendSeven nur für das, was es tatsächlich verbraucht. Umgekehrt gilt: Wer die gebündelte Kapazität von Trengo voll ausschöpft, viele Sitzplätze braucht oder das native Voice-Modul einsetzt, bewertet den Festpreis anders. Der entscheidende Punkt bleibt die Planbarkeit. Bei SendSeven steht die Zahl vorab fest, bei Trengo hängt sie an drei beweglichen Variablen.

Kanäle im Vergleich: Voice als Trengo-Plus

Bei den Kanälen ist die Lage überraschend ausgeglichen, mit je einem echten Vorteil auf beiden Seiten. Trengo bringt ein natives Voice- und Telefonie-Modul mit, also Anrufe direkt in der Plattform. SendSeven deckt Telefonie bisher nur über WhatsApp Voice Calling (Beta) ab, nicht als eigenständiges Callcenter-Modul. Das ist ein ehrlicher Pluspunkt für Trengo. Umgekehrt bietet SendSeven mit Browser Push einen achten Kanal, den Trengo nach aktuellem Stand nicht führt.

Kanalvergleich SendSeven und Trengo je Kanal inklusive Voice und Browser Push (Stand: Juni 2026)
Kanal SendSeven Trengo
WhatsApp Business ✓ Ja ✓ Ja
SMS ✓ Ja ✓ Ja
E-Mail ✓ Ja ✓ Ja (via Gmail-/Outlook-Integration)
Instagram Direct ✓ Ja ✓ Ja
Facebook Messenger ✓ Ja ✓ Ja
Live Chat ✓ Ja ✓ Ja
Telegram ✓ Ja ✓ Ja
Browser Push ✓ Ja ✗ Nicht gefunden
Telefon / Voice Nur WhatsApp Voice Calling (Beta) ✓ Natives Voice-Modul (echter Pluspunkt)

Fair festgehalten: Telegram bieten beide, das ist also kein Unterscheidungsmerkmal. Der echte Unterschied liegt an den Rändern. Trengo punktet mit Telefonie, SendSeven mit Browser Push und der Tatsache, dass alle 8 Kanäle gleichwertig für ausgehende Kampagnen und für den Support aus einem Posteingang bereitstehen.

KI & Automatisierung im Vergleich

Beide Anbieter setzen stark auf KI, aber mit unterschiedlicher Abrechnung und unterschiedlichem Schwerpunkt.

Trengo

Trengo nennt sein KI-Angebot AI Automation beziehungsweise AI Journeys und verspricht, bis zu 80 Prozent repetitiver Unterhaltungen zu automatisieren. Es gibt zwei Bot-Typen: einen klassischen Chatbot mit direkter Dialogflow-Integration für Intent-Erkennung und NLU sowie einen regelbasierten Flowbot per Drag-and-Drop, der weiterleitet und Multiple-Choice-Fragen stellt. Dazu kommen Auto-Assignment-Regeln. Wichtig für die Kalkulation: KI wird pro bearbeiteter Unterhaltung zusätzlich abgerechnet (0,25 bis 0,30 EUR), es gibt also kein Modell mit unbegrenzt inklusiver KI.

SendSeven

SendSeven setzt auf eine kanalübergreifende KI, die in jedem Tarif enthalten ist:

  • KI-Assistenten auf Basis einer Wissensdatenbank (RAG), die Dokumente, Webseiten und FAQs indexiert und über alle 8 Kanäle antwortet.
  • Antwortvorschläge für Mitarbeiter direkt im Posteingang.
  • Live-Übersetzung im Chat, damit Ihr Team auch fremdsprachige Anfragen bedient.
  • Ein Flow Builder für Automatisierungen ohne Code.
  • Ein MCP-Server, über den externe KI-Agenten wie Claude, GPT oder Cursor direkt an die Plattform andocken.

Datenschutz-Detail: SendSeven nutzt Vertex AI Enterprise, gehostet in Frankfurt, mit vertraglicher Garantie, dass keine Kundendaten für das Training öffentlicher Modelle verwendet werden. Der Kostenunterschied bleibt aber der greifbarste Punkt: Bei SendSeven ist die KI ohne Zuschlag inklusive, bei Trengo zählt jede KI-bearbeitete Unterhaltung extra.

API & Integrationen

Beide Plattformen lassen sich an Drittsysteme anbinden, aber mit unterschiedlicher Philosophie, und das gehört fair und ohne Übertreibung benannt.

Trengo setzt auf einen Integration-Hub mit fertigen Konnektoren, unter anderem zu HubSpot, Shopify und WooCommerce, plus die erwähnte Dialogflow-Anbindung für das NLU-Training. Für ein Team, das ohne Entwickler auskommen will, ist das ein bequemer, sofort nutzbarer Weg.

SendSeven führt mit einem offenen, entwicklerfreundlichen Ansatz: eine vollständige REST-API (OpenAPI 3.0), Webhooks mit Signaturprüfung sowie Zapier, Make und n8n verbinden die Plattform mit nahezu jedem System. Dazu kommt der MCP-Server, über den moderne KI-Agenten direkt andocken. Das ist flexibel und deckt auch Szenarien außerhalb des Handels ab, erfordert im Vergleich zu einem fertigen Konnektor aber etwas mehr Einrichtung. Wer eine bestimmte fertige Integration von der Stange braucht, sollte im Einzelfall prüfen, welcher Anbieter sie mitbringt.

DSGVO & Datenresidenz

Ehrlich gesagt sind beim Datenschutz beide grundsätzlich solide, und beide stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit. Der belegbare Unterschied liegt in der Präzision der öffentlichen Aussage zur Datenresidenz.

DSGVO- und Hosting-Vergleich SendSeven und Trengo nach Firmensitz, Rechenzentrum, Datenübermittlung, AVV und KI-Datenverarbeitung (Stand: Juni 2026)
Kriterium SendSeven Trengo
Firmensitz Augsburg, Deutschland Utrecht, Niederlande
Rechenzentrum Frankfurt, Deutschland (konkret benannt) AWS, EU (Region/Stadt nicht öffentlich benannt)
Übermittlung außerhalb des EWR Nicht vorgesehen (EU-Hosting) Laut eigener DSGVO-Seite möglich, über SCCs abgesichert
Auftragsverarbeitungsvertrag ✓ Verfügbar ✓ Verfügbar
KI-Datenverarbeitung Vertex AI in Frankfurt, kein Modelltraining Nicht mit vergleichbarer Präzision öffentlich benannt

Zur Einordnung, ohne Wertung: SendSeven benennt einen konkreten Rechenzentrumsstandort (Frankfurt) für Daten und KI-Verarbeitung. Trengo nennt auf seiner Security-Seite AWS als Hoster, ohne Region oder Stadt, und hält auf seiner eigenen DSGVO-Seite fest, dass eine Datenübermittlung außerhalb des EWR grundsätzlich möglich ist, abgesichert über Standardvertragsklauseln (SCCs). Das ist eine Aussage von Trengo selbst und kein Sicherheitsurteil, denn viele seriöse Anbieter arbeiten mit SCCs. Ebenso nennt die öffentliche Security-Seite keine ISO-27001- oder SOC-2-Zertifizierung; das heißt nicht, dass keine existiert, sie ist nur nicht öffentlich kommuniziert. Für Unternehmen mit strengen Vorgaben zur ausschließlichen EU-Datenverarbeitung ist der konkret benannte Standort dennoch ein realer Auswahlfaktor. Mehr Kontext liefert unser Glossar-Eintrag zu DSGVO-konformer Messaging-Software.

Für wen eignet sich welche Plattform?

Eine ehrliche Empfehlung statt eines Sieger-Schildes. Beide Plattformen haben ihren Platz.

Trengo ist die bessere Wahl, wenn ...

  • Sie ein reifes Team mit hohem Gesprächsvolumen führen, das die gebündelte Kapazität ausschöpft
  • ein nativer Telefonie- und Voice-Kanal für Ihren Support wichtig ist
  • Sie europaweit oder international arbeiten, nicht speziell im DACH-Raum
  • Sie ein klassisches, Dialogflow-basiertes NLU-Training für Chatbots wünschen
  • Sie mit einem gebündelten Festpreis pro Tarif gut planen können
  • viel Social Proof und eine lange Marktpräsenz für Sie ein Auswahlkriterium sind

SendSeven ist die bessere Wahl, wenn ...

  • vorab kalkulierbare, öffentliche Preise ohne Sitzplatzgebühren für Sie zählen
  • Sie ein kleines bis mittleres Team sind, das nur für die tatsächliche Nutzung zahlen will
  • Sie mehr Kanäle ab Werk brauchen, inklusive Telegram und Browser Push
  • Sie KI ohne Zuschlag pro Unterhaltung nutzen wollen
  • ein konkret benannter EU-Rechenzentrumsstandort (Frankfurt) für Daten und KI für Sie wichtig ist
  • Sie unbegrenzte Nutzer ohne Aufpreis und einen kostenlosen Selbsttest brauchen
  • Ihre Entwickler Messaging per REST-API oder MCP in eigene Systeme einbauen sollen

Wechsel von Trengo zu SendSeven

Der Umstieg ist kein Großprojekt. Wer heute mit Trengo arbeitet, kommt in wenigen Schritten auf SendSeven:

  • Kontakte übernehmen: exportieren Sie Ihre Kontakte als CSV und importieren Sie sie in SendSeven, alternativ über die REST-API.
  • WhatsApp anbinden: die bestehende Nummer lässt sich über Embedded Signup oder Coexistence verbinden, ohne die Rufnummer zu wechseln.
  • Vorlagen und Abläufe neu aufsetzen: Nachrichtenvorlagen und Automationen bilden Sie im Flow Builder ab.
  • Team einladen: laden Sie alle Mitarbeiter ein, unbegrenzt und ohne Aufpreis pro Nutzer.
  • Parallel testen: 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, sodass Sie in Ruhe vergleichen können, bevor Sie umschalten.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist besser: SendSeven oder Trengo?

Das hängt von Ihrer Ausgangslage ab. Trengo ist eine gereifte, etablierte Plattform mit einem nativen Telefonie-Modul und viel Social Proof, ideal für ein Team mit hohem Gesprächsvolumen, das die gebündelte Sitzplatz-Kapazität ausschöpft. SendSeven passt besser, wenn Sie planbare Preise ohne Nutzergebühren, KI ohne Zuschlag, mehr Kanäle ab Werk (Telegram, Browser Push) und einen konkret benannten EU-Rechenzentrumsstandort in Frankfurt wollen.

Ist SendSeven günstiger als Trengo?

Für kleine bis mittlere Teams mit moderatem Volumen in der Regel ja, weil SendSeven ab 9 EUR/Kanal/Monat rein nach Nutzung abrechnet, ohne Sitzplatzgebühren und ohne KI-Zuschlag. Trengo startet bei 299 EUR/Monat (jährliche Zahlung) und bündelt Sitzplätze plus ein Gesprächskontingent. Wer diese Kapazität voll ausschöpft, bewertet den Festpreis anders. Der Vorteil von SendSeven ist die vorab feststehende, planbare Zahl.

Bietet SendSeven auch Telefonie oder Voice-Calling wie Trengo?

Nur eingeschränkt. SendSeven unterstützt WhatsApp Voice Calling (Beta), aber kein eigenständiges Telefonie- oder Callcenter-Modul. Trengo hat hier mit seinem nativen Voice-Modul einen echten Vorteil. Wenn ein vollwertiger Telefonie-Kanal für Sie zentral ist, ist das ein Punkt für Trengo.

Kann ich von Trengo zu SendSeven wechseln?

Ja. Sie exportieren Ihre Kontakte als CSV oder über die API, verbinden Ihre WhatsApp-Nummer über Embedded Signup oder Coexistence ohne Rufnummernwechsel, bilden Vorlagen und Abläufe im Flow Builder nach und laden Ihr Team ohne Nutzergebühren ein. 14 Tage lassen sich beide Systeme parallel testen.

Ist SendSeven DSGVO-konform und wo werden die Daten gehostet?

SendSeven ist DSGVO-orientiert, hostet in einem Rechenzentrum in Frankfurt und verarbeitet KI-Anfragen über Vertex AI Enterprise ebenfalls in Frankfurt, ohne Kundendaten für das Training öffentlicher Modelle zu verwenden. Trengo stellt ebenfalls einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit, nennt aber auf seiner Security-Seite nur AWS in der EU ohne Region und hält auf seiner DSGVO-Seite fest, dass eine Übermittlung außerhalb des EWR über SCCs möglich ist.

Wie viele Kanäle unterstützt SendSeven im Vergleich zu Trengo?

SendSeven bietet 8 Kanäle: WhatsApp, SMS, E-Mail, Instagram, Facebook Messenger, Live Chat, Telegram und Browser Push, alle gleichwertig für Marketing und Service. Trengo deckt ein breites Kanal-Set inklusive eines nativen Voice-Moduls ab, führt nach aktuellem Stand aber keinen Browser-Push-Kanal. Telegram unterstützen beide.

Fazit & Empfehlung

Trengo ist eine starke, gereifte Plattform. Mit über 3.000 Kunden, langer Marktpräsenz und einem nativen Voice-Modul ist es eine belastbare Wahl für ein Team mit hohem Gesprächsvolumen, das Telefonie im Support braucht und die gebündelte Sitzplatz-Kapazität ausschöpft. Das gehört ohne Abstriche anerkannt.

SendSeven verfolgt einen anderen Anspruch: 8 Kanäle für Service und Marketing aus einem Posteingang, transparente öffentliche Preise ab 9 EUR/Kanal/Monat, unbegrenzte Nutzer, KI ohne Zuschlag und ein konkret benannter EU-Rechenzentrumsstandort in Frankfurt für Daten und KI-Verarbeitung. Wer planbare Kosten ohne Sitzplatzgebühren, mehr Kanäle ab Werk und maximale Präzision bei der Datenresidenz sucht, ist hier besser aufgehoben.

Am Ende ist die Frage nicht, welches Tool mehr kann, sondern welches zu Ihrer Ausgangslage passt: die etablierte Plattform mit Voice-Modul und gebündeltem Festpreis oder die planbare 8-Kanal-Plattform mit Pay-per-Channel und benanntem EU-Standort. Einen Überblick über weitere Anbieter finden Sie in der Vergleichs-Übersicht, die Tarife im Detail auf der Preisseite.

Weitere Vergleiche & Alternativen

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