SendSeven vs. Trengo: Der ehrliche Vergleich 2026

, Editorial Team

Trengo oder SendSeven? Etablierte niederländische Plattform mit Sitzplatz-Bundle, Conversation-Kontingent und nativem Voice-Modul oder deutsche 8-Kanal-Plattform ab 49 €/Monat ohne Nutzergebühren? Preise, Kanäle, KI und DSGVO im fairen Faktencheck.

TL;DR

Trengo ist eine niederländische Customer-Engagement-Plattform aus Utrecht, nach eigenen Angaben 2017 gegründet und mit 3.000+ Kunden. Sie bietet ein breites Kanal-Set inklusive eines nativen Voice- und Telefonie-Moduls. Die Preislogik ist ein Hybrid: ein Sitzplatz-Bundle pro Tarif, ein Conversation-Kontingent und ein separater KI-Zuschlag pro bearbeiteter Unterhaltung. Einstieg ab 299 €/Monat bei jährlicher Zahlung.

SendSeven ist eine deutsche Plattform mit 8 Kanälen (WhatsApp, SMS, E-Mail, Instagram, Facebook Messenger, Live Chat, Telegram und Browser Push) und einem gemeinsamen Posteingang für Service und Marketing, transparent ab 49 €/Monat, ohne Nutzergebühren, mit KI ab dem Professional-Tarif ohne Zuschlag pro Unterhaltung und 14 Tagen kostenlosem Test.

Kurz: Wer einen nativen Telefonie-Kanal im Posteingang braucht oder fertige Konnektoren aus einem Katalog sucht, findet das bei Trengo. Wer planbare Preise ohne Sitzplatzgebühren, mehr Kanäle ab Werk und Daten in der EU (Frankfurt) will, fährt mit SendSeven besser.

Trengo & SendSeven im Kurzprofil

Beide Anbieter sind europäische Multichannel-Plattformen, beide arbeiten DSGVO-orientiert, beide bündeln Kundenkanäle in einem Team-Posteingang. Trotzdem folgen sie einer fundamental unterschiedlichen Preislogik und kommen aus unterschiedlichen Märkten. Damit Sie sauber vergleichen können, hier die Eckdaten ohne Marketing-Lyrik. Einen Überblick über alle Anbieter finden Sie in unserer Vergleichs-Übersicht 2026.

Trengo

  • Firma: Trengo B.V. mit Sitz in Utrecht, Niederlande.
  • Gründung: 2017 nach eigenen Angaben; einzelne Drittdatenbanken nennen abweichende Jahre.
  • Positionierung: Customer Engagement Platform beziehungsweise Omnichannel-Team-Posteingang. Eigenes Ziel: bis zu 90 Prozent transaktionaler Unterhaltungen automatisieren.
  • Unternehmensgröße: nach eigenen Angaben 3.000+ Kunden, dazu eine Series-A-Finanzierungsrunde mit Insight Partners und Peak Capital (2021).
  • Reputation: Trustpilot 4,2 von 5 (237 Bewertungen), geprüft am 24. September 2026.
  • WhatsApp: Trengo gibt an, seit 2022 als WhatsApp Business Provider zertifiziert zu sein, und bindet WhatsApp über die WhatsApp Business API an.
  • Zielgruppe: E-Commerce, Hospitality, Reise, Financial Services, Automotive. Europaweit und darüber hinaus aktiv.

SendSeven

  • Firma: eigenständige GmbH mit Sitz in Augsburg (Deutschland). Das Gründerteam bringt langjährige Erfahrung aus der Business-Messaging-Branche mit (unter anderem MessengerPeople und Sinch Engage) und arbeitet unabhängig.
  • Kernprodukt: Customer-Engagement-Plattform mit Unified Inbox, KI-Assistenten, Kampagnen-Builder, Flow Builder, Scheduler, MCP-Server und REST-API, alles in einer Oberfläche.
  • Zielgruppe: KMU jeder Branche, Marketing- und Serviceteams sowie Entwickler.
  • Hosting: Daten werden in der EU (Frankfurt) gehostet. KI ist optional und standardmäßig ausgeschaltet; eingeschaltet läuft auch sie in der EU.
  • Status: Meta Business Partner (seit Mai 2026), Made in Germany.
  • Abrechnung: monatliche Grundgebühr mit inklusiven Nachrichten, öffentlich einsehbar, keine Gebühr pro Nutzer.
Schnellvergleich SendSeven und Trengo nach Fokus, Herkunft, Preismodell, Kanälen, Nutzer- und KI-Kosten, Voice, Datenresidenz und Vertrag (Stand: September 2026)
KriteriumSendSevenTrengo
FokusBreite 8-Kanal-Plattform für jedes KMUMultichannel-Plattform mit nativem Voice-Modul, europaweit aktiv
HerkunftAugsburg, DeutschlandUtrecht, Niederlande
PreismodellGrundgebühr + inkludiertes Kontingent, ab 49 €/MonatSitzplatz-Bundle + Conversation-Kontingent + KI-Zuschlag
EinstiegspreisAb 49 €/Monat (Basic)Ab 299 €/Monat (jährliche Zahlung)
Kanäle8 (inkl. Telegram & Browser Push)Breit, inkl. nativer Voice-/Telefonie-Kanal
Kosten pro NutzerKeine, unbegrenzte NutzerBundle inkl., Extra-Nutzer kostenpflichtig
KI-KostenAb Professional-Tarif, kein Zuschlag pro Unterhaltung (Verbrauch in AI Credits)Zuschlag je KI-bearbeiteter Unterhaltung
Voice / TelefonieNur eingehende WhatsApp-Anrufe (Beta)✓ Natives Voice-Modul
DatenresidenzEU (Frankfurt); KI optional, ebenfalls in der EUAWS Frankfurt für das Kern-Hosting; mehrere Unterauftragsverarbeiter für einzelne Funktionen (darunter KI, Push, E-Mail-Empfang und Voice) in den USA
ZielgruppeKMU bis Enterprise, EU-basiertServiceteams in E-Commerce, Hospitality, Reise und weiteren Branchen
VertragMonatliche Grundgebühr, monatlich kündbarTarif-Bundle, jährliche oder monatliche Zahlung; Kündigung mindestens 60 Tage vor Verlängerung bei Laufzeiten ab 12 Monaten, 14 Tage bei kürzeren
Kostenloser Test✓ 14 Tage, ohne KreditkarteTestphase angeboten, Dauer nicht eindeutig kommuniziert

Das Preismodell ist der eigentliche Unterschied

Hier liegt der zentrale Unterschied, und er lässt sich fair und ohne Spekulation beschreiben, weil beide Anbieter ihre Preise veröffentlichen. Nur die Struktur ist grundverschieden.

Trengos Preismodell setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  • einem Sitzplatz-Bundle pro Tarif (eine feste Zahl inkludierter Nutzer),
  • einem Conversation-Kontingent, gezählt in 7-Tage-Gesprächsfenstern, nicht pro Einzelnachricht,
  • nutzungsbasierten Zusatzkosten: einem KI-Zuschlag pro bearbeiteter Unterhaltung sowie Voice und Broadcasting als Add-ons ohne öffentlichen Preis.

Trengo-Tarife (Stand: September 2026)

Trengo-Tarife Boost, Pro und Enterprise mit Preis bei jährlicher und monatlicher Zahlung, inkludierten Nutzern und Conversations (Stand: September 2026)
Tarif Preis/Monat (jährliche Zahlung) Preis/Monat (monatliche Zahlung) Inkl. Nutzer Inkl. Conversations
Boost 299 € 349 € 10 6.000/Jahr (ca. 500/Monat)
Pro (als beliebtester Tarif markiert) 499 € 599 € 20 18.000/Jahr (ca. 1.500/Monat)
Enterprise Individuell Individuell Individuell Individuell

Zusatzkosten laut Preisseite: Extra-Nutzer (Boost 25 € pro Monat bei jährlicher, 30 € bei monatlicher Zahlung; Pro 40 € bzw. 50 €), Extra-Conversations 15 € je 100 (jährliche Zahlung) beziehungsweise 18 € je 100 (monatliche Zahlung), ein KI-Zuschlag von 0,25 € (jährlich) beziehungsweise 0,30 € (monatlich) pro Unterhaltung, die die KI bearbeitet, zusätzlich zum normalen Conversation-Verbrauch. Voice und Broadcasting sind separate Add-ons ohne öffentlichen Preis. Live auf trengo.com geprüft am 24. September 2026.

SendSeven-Tarife (Stand: September 2026)

SendSeven-Tarife mit Grundgebühr, inkludierten Nachrichten und Nutzern (Stand: September 2026)
Tarif Grundgebühr pro Monat Inklusive Nachrichten Nachricht danach Nutzer
Basic 49 € 2.500 0,02 € Unbegrenzt
Professional 79 € 2.500 0,02 € Unbegrenzt
Scale 199 € 10.000 0,015 € Unbegrenzt
Enterprise 499 € 40.000 0,01 € Unbegrenzt
API Only 9 €/Kanal 1.000/Kanal 0,005 € Unbegrenzt

Analytics, Kampagnen-Builder und Widgets sind in jedem Full-Suite-Tarif (Basic bis Enterprise) enthalten, ohne Aufpreis pro Nutzer. API Only ist der Entwickler-Tarif ohne Posteingang und Kampagnen-Builder, abgerechnet pro Kanal. KI-Assistenten gibt es ab dem Professional-Tarif (nicht in Basic); sie sind optional, standardmäßig ausgeschaltet und kosten keinen Zuschlag pro Unterhaltung: Der KI-Verbrauch wird in AI Credits gezählt, die aus dem inklusiven Kontingent kommen und erst darüber hinaus mit 0,01 € pro Credit berechnet werden. Eingehende Nachrichten sind immer kostenlos. Details auf der Preisseite.

Der ehrliche Kern: Trengo bündelt Sitzplätze und ein Gesprächskontingent in einen Festpreis. Wer diese Kapazität wirklich ausschöpft, bekommt dafür einen kalkulierbaren Paketpreis. Der Haken ist, dass drei Variablen gleichzeitig die Rechnung bewegen, nämlich Sitzplätze, Conversation-Volumen und der KI-Anteil, der obendrauf gezählt wird. SendSeven hat eine feste Grundgebühr je Tarif ab 49 € mit einem inkludierten Nachrichtenkontingent und einer einheitlichen Rate danach, ohne Aufpreis pro Nutzer oder pro KI-Unterhaltung. Beide Modelle sind berechenbar, aber unterschiedlich geformt.

Rechenbeispiel: Was zahlt ein 8-Personen-Team?

Konkrete Zahlen sagen mehr als jede Tabelle. Nehmen wir ein Serviceteam mit 8 Mitarbeitern, das WhatsApp, E-Mail und Live Chat nutzt, rund 400 Unterhaltungen pro Monat führt und die KI auf etwa 150 davon einsetzt. Ein fairer Hinweis vorab: SendSeven zählt pro Plattform-Nachricht, Trengo pro Unterhaltung (7-Tage-Fenster). Die Einheiten sind nicht 1:1 vergleichbar. Wir rechnen das SendSeven-Beispiel deshalb in Nachrichten (mit rund 5 ausgehenden Nachrichten je Unterhaltung, also etwa 2.000 ausgehenden Nachrichten; eingehende Nachrichten sind kostenlos) und das Trengo-Beispiel im Conversation-Kontingent.

Rechenbeispiel für ein 8-Personen-Serviceteam: SendSeven Professional-Tarif gegen Trengo Boost bei jährlicher Zahlung (Stand: September 2026)
PositionSendSeven (Professional)Trengo (Boost, jährliche Zahlung)
Grundgebühr (inklusives Kontingent: 2.500 Nachrichten und AI Credits)79 €299 € (inkl. 10 Nutzer + ca. 500 Unterhaltungen/Monat)
Nutzer (8)Inklusive, unbegrenztInklusive (Boost deckt 10 ab)
VolumenCa. 2.000 ausgehende Nachrichten, aus dem KontingentCa. 400 Unterhaltungen, im Kontingent enthalten
KI (ca. 150 Unterhaltungen)AI Credits aus demselben Kontingent (die meisten Antworten kosten 1 Credit); darüber hinaus 0,01 € pro Credit, 500 zusätzliche Credits kosten also 5 €+ 150 x 0,25 € = 37,50 € Zuschlag
Voice / TelefonieNur eingehende WhatsApp-Anrufe (Beta)Separates Add-on (Preis nicht öffentlich)
Plattformkosten/Monat79 € (plus eventuelle AI Credits über das Kontingent hinaus)Ca. 336,50 €
WhatsApp (Meta-Gebühren)Metas eigene Gebühren pro Nachricht kommen hinzu, oben nicht enthaltenMetas eigene Gebühren pro Nachricht kommen hinzu, oben nicht enthalten

Der Abstand in diesem Szenario ist real, erklärt sich aber zum Teil aus der Struktur: Trengo bündelt im Boost-Paket bereits 10 Sitzplätze und ein Gesprächskontingent, während SendSeven eine feste Grundgebühr mit einem inkludierten Nachrichtenkontingent kombiniert. Kippt das Bild bei höherem Volumen? Nehmen wir dasselbe Team mit 1.500 Unterhaltungen im Monat. Bei Trengo kostet Boost plus 1.000 zusätzliche Unterhaltungen 299 € + 150 € = 449 €, Pro mit diesem Volumen inklusive 499 €, jeweils vor KI-Zuschlag. Bei SendSeven Professional kosten rund 7.500 ausgehende Nachrichten 79 € + 5.000 x 0,02 € = 179 €. Zusätzliche Nutzer ändern die SendSeven-Zahl nicht, weil Nutzer in jedem Tarif unbegrenzt sind. Nur bei Telefonie entscheidet nicht der Preis: Wer Trengos natives Voice-Modul braucht, trifft eine Funktionsentscheidung; der Preis dieses Add-ons ist nicht öffentlich.

Kanäle im Vergleich: Voice als Trengo-Plus

Bei den Kanälen ist die Lage überraschend ausgeglichen, mit je einem echten Vorteil auf beiden Seiten. Trengo bringt ein natives Voice- und Telefonie-Modul mit, also Anrufe direkt in der Plattform. SendSeven deckt Telefonie bisher nur über eingehende WhatsApp-Anrufe (Voice Calling, Beta) ab, nicht als eigenständiges Callcenter-Modul; Voice Calling lässt sich zudem nicht mit Coexistence kombinieren, also dem parallelen Betrieb der WhatsApp Business App auf derselben Nummer. Das ist ein ehrlicher Pluspunkt für Trengo. Umgekehrt bietet SendSeven mit Browser Push einen achten Kanal, den Trengo nach aktuellem Stand nicht führt.

Kanalvergleich SendSeven und Trengo je Kanal inklusive Voice und Browser Push (Stand: September 2026)
Kanal SendSeven Trengo
WhatsApp Business ✓ Ja ✓ Ja
SMS ✓ Ja ✓ Ja
E-Mail ✓ Ja ✓ Ja
Instagram Direct ✓ Ja ✓ Ja
Facebook Messenger ✓ Ja ✓ Ja
Live Chat ✓ Ja ✓ Ja
Telegram ✓ Ja ✓ Ja
Browser Push ✓ Ja ✗ Nicht gefunden
Telefon / Voice Nur eingehende WhatsApp-Anrufe (Beta) ✓ Natives Voice-Modul

Fair festgehalten: Telegram bieten beide, das ist also kein Unterscheidungsmerkmal. Der echte Unterschied liegt an den Rändern. Trengo punktet mit Telefonie, SendSeven mit Browser Push und der Tatsache, dass alle 8 Kanäle gleichwertig für ausgehende Kampagnen und für den Support aus einem Posteingang bereitstehen.

KI & Automatisierung im Vergleich

Beide Anbieter setzen stark auf KI, aber mit unterschiedlicher Abrechnung und unterschiedlichem Schwerpunkt.

Trengo

Trengos aktuelles KI-Angebot umfasst AI Agents, AI Journeys, HelpMate und einen AI Voice Agent. Auf seiner Startseite gibt Trengo an, dass 80 Prozent der Anfragen gelöst werden, bevor ein Mensch eingreift; das ist Trengos eigene Zahl. Dazu kommen eine Chatbot-Anbindung an Dialogflow für Intent-Erkennung, ein regelbasierter Flowbot per Drag-and-Drop und Auto-Assignment-Regeln. Wichtig für die Kalkulation: KI wird pro bearbeiteter Unterhaltung zusätzlich abgerechnet (0,25 € bei jährlicher, 0,30 € bei monatlicher Zahlung), kein Tarif enthält also unbegrenzte KI.

SendSeven

Die KI von SendSeven ist ab dem Professional-Tarif enthalten, ohne Zuschlag pro Unterhaltung:

  • KI-Assistenten auf Basis einer Wissensdatenbank (RAG), die Dokumente, Webseiten und FAQs indexiert und Kundenfragen in Chat-, Messaging- und E-Mail-Unterhaltungen beantwortet.
  • Antwortvorschläge für Mitarbeiter direkt im Posteingang.
  • Live-Übersetzung im Chat, damit Ihr Team auch fremdsprachige Anfragen bedient.
  • Ein Flow Builder für Automatisierungen ohne Code.
  • Ein MCP-Server, über den externe KI-Agenten wie Claude Desktop, Claude Code und Cursor direkt an die Plattform andocken.

Datenschutz-Detail: KI ist optional und standardmäßig ausgeschaltet. Schaltet ein Team sie ein, läuft auch sie in der EU; vertraglich ist ausgeschlossen, dass Kundendaten für das Modelltraining verwendet werden. Konkret spürbar bleibt der Kostenunterschied: Bei SendSeven wird der KI-Verbrauch in AI Credits aus dem inklusiven Kontingent gezählt (darüber hinaus 0,01 € pro Credit), bei Trengo kostet jede KI-bearbeitete Unterhaltung 0,25 bis 0,30 € extra.

API & Integrationen

Beide Plattformen lassen sich an Drittsysteme anbinden, aber mit unterschiedlicher Philosophie, und das gehört fair und ohne Übertreibung benannt.

Trengo bietet mehr als 60 fertige Integrationen, darunter HubSpot, Salesforce, Shopify, WooCommerce und Booking.com, eine REST-API mit Webhooks sowie die erwähnte Dialogflow-Anbindung für das NLU-Training. Für ein Team ohne Entwickler verkürzt das die Einrichtung.

SendSeven setzt auf einen offenen, entwicklerfreundlichen Ansatz: eine vollständige REST-API nach OpenAPI-Spezifikation, Webhooks mit gepufferten Wiederholungen sowie Konnektoren für Zapier und n8n verbinden die Plattform mit nahezu jedem System. Dazu kommt der MCP-Server, über den moderne KI-Agenten direkt andocken. Das ist flexibel und deckt auch Szenarien außerhalb des Handels ab, erfordert im Vergleich zu einem fertigen Konnektor aber etwas mehr Einrichtung. Wer eine bestimmte fertige Integration von der Stange braucht, sollte im Einzelfall prüfen, welcher Anbieter sie mitbringt.

DSGVO & Datenresidenz

Beide Anbieter stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit und veröffentlichen eine Liste ihrer Unterauftragsverarbeiter. Der belegbare Unterschied liegt darin, wo welche Verarbeitung läuft, und genau darum geht es bei der Datenresidenz.

DSGVO- und Hosting-Vergleich SendSeven und Trengo nach Firmensitz, Rechenzentrum, Datenübermittlung, AVV und KI-Datenverarbeitung (Stand: September 2026)
KriteriumSendSevenTrengo
FirmensitzAugsburg, DeutschlandUtrecht, Niederlande
RechenzentrumFrankfurt, Deutschland (primäre Speicherung und Verarbeitung)AWS Frankfurt für die Kern-Infrastruktur (laut eigener Liste der Unterauftragsverarbeiter)
Übermittlung außerhalb des EWRFür KI-Funktionen keine: auch die KI läuft in der EUMehrere Unterauftragsverarbeiter für einzelne Funktionen sitzen in den USA (KI, Push, E-Mail-Empfang, Help-Center-Suche, Voice), abgesichert über Standardvertragsklauseln
Auftragsverarbeitungsvertrag✓ Verfügbar✓ Verfügbar
KI-DatenverarbeitungOptional, standardmäßig ausgeschaltet; läuft in der EU, kein Modelltraining mit KundendatenOpenAI (USA) für Trengo AI; Langsmith und Google (EU) für weitere KI-Funktionen

Zur Einordnung, ohne Wertung: Trengos Allgemeine Geschäftsbedingungen nennen AWS, Planetscale und Elasticsearch in Frankfurt für die Kern-Infrastruktur, Cloudflare ist als lokal aufgeführt. In den USA sitzen OpenAI (Trengo AI), OneSignal (Push-Benachrichtigungen), Mailgun (Empfang weitergeleiteter E-Mails), Algolia (Help-Center-Suche) und Telnyx (Voice). KI-Unterauftragsverarbeiter in der EU sind Langsmith und Google (HelpMate, Journeys). Die Übermittlungen sind über Standardvertragsklauseln abgesichert. Das ist Trengos eigene veröffentlichte Liste und kein Sicherheitsurteil. Die öffentliche Security-Seite nennt AWS als Hoster und keine ISO-27001- oder SOC-2-Zertifizierung; das heißt nicht, dass keine existiert, sie ist nur nicht öffentlich kommuniziert. SendSeven hostet Daten in der EU (Frankfurt). KI ist optional und standardmäßig ausgeschaltet; eingeschaltet läuft auch sie in der EU. Welche Unterauftragsverarbeiter für Sie gelten, hängt von den Funktionen ab, die Sie einschalten; beide AVVs listen die Details. Mehr Kontext liefert unser Glossar-Eintrag zu DSGVO-konformer Messaging-Software.

Für wen eignet sich welche Plattform?

Eine ehrliche Empfehlung statt eines Sieger-Schildes. Beide Plattformen haben ihren Platz.

Trengo ist die bessere Wahl, wenn ...

  • ein nativer Telefonie- und Voice-Kanal für Ihren Support wichtig ist
  • Sie eine Dialogflow-Anbindung für das Intent-Training von Chatbots wünschen
  • Sie fertige Konnektoren aus einem Katalog von mehr als 60 Integrationen (darunter HubSpot, Salesforce, Shopify, WooCommerce und Booking.com) nutzen wollen, ohne per API etwas zu bauen
  • eine lange Marktpräsenz für Sie ein Auswahlkriterium ist: Trengo ist seit 2017 am Markt und nennt 3.000+ Kunden

Zwei Argumente für Trengo klingen plausibel, halten dem Nachrechnen aber nicht stand. Hohes Volumen: Bei 1.500 Unterhaltungen im Monat kostet Trengo mindestens 449 € (Boost plus Extra-Conversations) oder 499 € (Pro), während SendSeven Professional rund 7.500 ausgehende Nachrichten für 179 € abdeckt. Ein gebündelter Festpreis: Trengos Rechnung bewegt sich mit Sitzplätzen über das Bundle hinaus, Unterhaltungen über das Kontingent hinaus und dem KI-Zuschlag; die Grundgebühr von SendSeven ändert sich nicht mit der Teamgröße.

SendSeven ist die bessere Wahl, wenn ...

  • vorab kalkulierbare, öffentliche Preise ohne Sitzplatzgebühren für Sie zählen
  • Sie eine feste Grundgebühr wollen, die weder mit der Teamgröße noch mit jeder KI-Unterhaltung wächst
  • Sie mehr Kanäle ab Werk brauchen, inklusive Telegram und Browser Push
  • Sie KI ohne Zuschlag pro Unterhaltung nutzen wollen
  • Sie Daten in der EU (Frankfurt) speichern wollen, mit optionaler, standardmäßig ausgeschalteter KI
  • Sie unbegrenzte Nutzer ohne Aufpreis und einen kostenlosen Selbsttest brauchen
  • Ihre Entwickler Messaging per REST-API oder MCP in eigene Systeme einbauen sollen

Wechsel von Trengo zu SendSeven

Der Umstieg ist kein Großprojekt. Wer heute mit Trengo arbeitet, kommt in wenigen Schritten auf SendSeven:

  • Kontakte übernehmen: exportieren Sie Ihre Kontakte als CSV und importieren Sie sie in SendSeven, alternativ über die REST-API.
  • WhatsApp umziehen: beantragen Sie über Meta den Umzug Ihrer WhatsApp-Nummer zu SendSeven und behalten Sie die Rufnummer; die Schritte stehen im WhatsApp-Einrichtungsleitfaden.
  • Vorlagen und Abläufe neu aufsetzen: Nachrichtenvorlagen und Automationen bilden Sie im Flow Builder ab (ab Professional-Tarif).
  • Team einladen: laden Sie alle Mitarbeiter ein, unbegrenzt und ohne Aufpreis pro Nutzer.
  • Parallel testen: 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, sodass Sie in Ruhe vergleichen können, bevor Sie umschalten.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist besser: SendSeven oder Trengo?

Das hängt von Ihrer Ausgangslage ab. Trengo hat ein natives Telefonie-Modul, mehr als 60 fertige Integrationen und nach eigenen Angaben 3.000+ Kunden, passt also zu einem Team, das Telefon-Support im Posteingang braucht. SendSeven passt besser, wenn Sie planbare Preise ohne Nutzergebühren, keinen KI-Zuschlag pro Unterhaltung, mehr Kanäle ab Werk (Telegram, Browser Push) und Daten in der EU (Frankfurt) wollen.

Ist SendSeven günstiger als Trengo?

In beiden Rechenbeispielen dieses Vergleichs ja. Trengo startet bei 299 €/Monat bei jährlicher Zahlung (Boost, 10 Nutzer, 6.000 Unterhaltungen pro Jahr), plus 0,25 € pro KI-bearbeiteter Unterhaltung. SendSeven startet bei 49 €/Monat (Basic) und 79 €/Monat mit KI (Professional), mit 2.500 inklusiven Nachrichten und unbegrenzten Nutzern. Bei 400 Unterhaltungen im Monat sind das rund 336,50 € gegenüber 79 €, bei 1.500 Unterhaltungen 449 bis 499 € gegenüber rund 179 €.

Bietet SendSeven auch Telefonie oder Voice-Calling wie Trengo?

Nur eingeschränkt. SendSeven unterstützt eingehende WhatsApp-Anrufe (Voice Calling, Beta), aber kein eigenständiges Telefonie- oder Callcenter-Modul. Trengo hat hier mit seinem nativen Voice-Modul einen echten Vorteil. Wenn ein vollwertiger Telefonie-Kanal für Sie zentral ist, ist das ein Punkt für Trengo.

Kann ich von Trengo zu SendSeven wechseln?

Ja. Sie exportieren Ihre Kontakte als CSV oder über die API, beantragen über Meta den Umzug Ihrer WhatsApp-Nummer zu SendSeven (die Rufnummer bleibt gleich), bilden Vorlagen und Abläufe im Flow Builder nach (ab Professional-Tarif) und laden Ihr Team ohne Nutzergebühren ein. Während des 14-tägigen kostenlosen Tests lassen sich beide Systeme parallel vergleichen.

Ist SendSeven DSGVO-konform und wo werden die Daten gehostet?

SendSeven stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit und hostet Daten in der EU (Frankfurt). KI ist optional und standardmäßig aus; eingeschaltet läuft auch sie in der EU, ohne Training mit Kundendaten. Trengo nennt AWS Frankfurt für die Kern-Infrastruktur plus US-Unterauftragsverarbeiter wie OpenAI, OneSignal, Mailgun, Algolia und Telnyx.

Wie viele Kanäle unterstützt SendSeven im Vergleich zu Trengo?

SendSeven bietet 8 Kanäle: WhatsApp, SMS, E-Mail, Instagram, Facebook Messenger, Live Chat, Telegram und Browser Push, alle gleichwertig für Marketing und Service. Trengo deckt ein breites Kanal-Set inklusive eines nativen Voice-Moduls ab, führt nach aktuellem Stand aber keinen Browser-Push-Kanal. Telegram unterstützen beide.

Fazit & Empfehlung

Trengo nennt mehr als 3.000 Kunden, ist seit 2017 am Markt und bringt ein natives Voice-Modul sowie mehr als 60 fertige Integrationen mit. Für ein Team, das Telefonie im Support-Posteingang braucht, sind das die Punkte, die zählen.

SendSeven verfolgt einen anderen Anspruch: 8 Kanäle für Service und Marketing aus einem Posteingang, transparente öffentliche Preise ab 49 €/Monat, unbegrenzte Nutzer, KI ab dem Professional-Tarif ohne Zuschlag pro Unterhaltung und Daten in der EU (Frankfurt), mit optionaler, standardmäßig ausgeschalteter KI. Wer planbare Kosten ohne Sitzplatzgebühren und mehr Kanäle ab Werk sucht, ist hier besser aufgehoben.

Am Ende ist die Frage nicht, welches Tool mehr kann, sondern welches zu Ihrer Ausgangslage passt: die Plattform mit nativem Voice-Modul und Sitzplatz-Bundle oder die 8-Kanal-Plattform mit fester Grundgebühr, unbegrenzten Nutzern und Hosting in der EU. Einen Überblick über weitere Anbieter finden Sie in der Vergleichs-Übersicht, die Tarife im Detail auf der Preisseite.

Alle Plattform-Vergleiche im Überblick →