Zero-Party-Daten

Zero-Party-Daten sind Angaben, die Kunden einem Unternehmen bewusst und von sich aus mitteilen, etwa ihre Vorlieben, Kaufabsichten oder wie oft sie Angebote erhalten möchten. Anders als beobachtetes Verhalten muss man sie nicht erst deuten.

Was sind Zero-Party-Daten?

Den Begriff hat das Marktforschungsunternehmen Forrester 2018 geprägt. Forrester beschreibt Zero-Party-Daten als Daten, die ein Kunde einer Marke absichtlich und aktiv mitteilt. Dazu zählen Einstellungen in einem Präferenz-Center, Kaufabsichten, persönlicher Kontext und die Art, wie jemand von der Marke angesprochen werden möchte.

Typische Zero-Party-Daten sind Antworten auf Fragen wie: Wofür interessieren Sie sich? Wie oft möchten Sie von uns hören? Für wen kaufen Sie ein? Der Kunde gibt sie selbst an, in einem Formular, einer Umfrage oder im Chat.

Zero-, First-, Second- und Third-Party-Daten

  • Zero-Party-Daten: vom Kunden selbst und bewusst angegeben, etwa „Ich trinke am liebsten Weißwein“.
  • First-Party-Daten: Daten, die Sie in Ihren eigenen Kanälen über Kunden sammeln, vor allem beobachtetes Verhalten wie Käufe, Klicks oder gelesene Nachrichten.
  • Second-Party-Daten: First-Party-Daten eines anderen Unternehmens, die Sie im Rahmen einer Partnerschaft erhalten.
  • Third-Party-Daten: von Dritten gesammelte und verkaufte Daten, ohne direkte Beziehung zu den Kunden.

Die Grenze zwischen Zero- und First-Party-Daten wird nicht überall gleich gezogen, manche zählen Zero-Party-Daten zu den First-Party-Daten. Entscheidend ist der Unterschied zwischen dem, was ein Kunde sagt, und dem, was man aus seinem Verhalten ableitet.

Zero-Party-Daten und DSGVO

Freiwillig angegeben heißt nicht frei von Regeln. Zero-Party-Daten sind in aller Regel personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. Sie brauchen eine Rechtsgrundlage, müssen offenlegen, wofür Sie die Angaben nutzen, und dürfen sie nur für diesen Zweck verwenden. Für Werbung per WhatsApp brauchen Sie zusätzlich ein Opt-in, das Sie nachweisen können. Fragen Sie nur ab, was Sie auch wirklich nutzen.

Warum Zero-Party-Daten wichtig sind

  • Passende Angebote: Wer weiß, wofür sich ein Kunde interessiert, schickt ihm Relevantes statt Massenwerbung, und relevante Nachrichten werden eher gelesen und seltener abbestellt.
  • Genauere Daten: Eine Angabe des Kunden ist verlässlicher als eine Vermutung aus seinem Klickverhalten.
  • Weniger Abhängigkeit: Viele Browser blockieren Cookies von Drittanbietern, direkt erfragte Angaben gewinnen dadurch an Wert.
  • Vertrauen: Kunden sehen, was sie teilen, und bekommen dafür einen erkennbaren Nutzen.

Die Angaben sind die Grundlage für saubere Segmentierung.

Beispiel aus dem DACH-Mittelstand

Ein Weinhandel in der Pfalz verschickt bisher denselben Newsletter an alle. Neue WhatsApp-Kontakte bekommen jetzt einen kurzen Flow: bevorzugte Weinfarbe, Preisrahmen pro Flasche und wie oft sie Angebote erhalten möchten, dazu ein Opt-in für Angebote per WhatsApp. Die Antworten landen als Felder und Tags im Kontaktprofil. Wer „Weißwein“ und „einmal im Monat“ wählt, bekommt künftig genau das statt des allgemeinen Newsletters.

Zero-Party-Daten mit SendSeven erfassen

Mit WhatsApp Flows (Beta) fragen Sie Zero-Party-Daten direkt im Chat ab. Für jedes Eingabefeld legen Sie im Builder fest, wohin die Antwort geht: nirgends, nur in der Antwort selbst, in ein Kontaktfeld, in ein benutzerdefiniertes Feld oder als Tag. Zusätzlich kann ein Flow den Kontakt beim Abschluss taggen, und mit jedem Opt-in speichert SendSeven den Einwilligungstext.

Antworten werden vor dem Speichern auf den passenden Typ geprüft, eine unpassende Antwort überschreibt keine Kontaktdaten. Sensible Felder werden maskiert. Felder und Tags nutzen Sie danach für Segmente, Kampagnen und Automatisierungen.

WhatsApp Flows ist in der Beta. Was ein gesendeter und ein abgeschlossener Flow kostet, lesen Sie im Eintrag WhatsApp Flows.

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