Maklerverwaltungsprogramm (MVP)
Ein Maklerverwaltungsprogramm (MVP) ist die zentrale Software eines Versicherungsmaklers für Kunden, Verträge, Dokumente, Schäden und Courtage. Es führt die Kundenakte und übernimmt Vertragsdaten der Versicherer über Branchenstandards wie den GDV-Datensatz und BiPRO.
Was ist ein Maklerverwaltungsprogramm?
Ein Maklerverwaltungsprogramm, kurz MVP, ist die zentrale Software eines Versicherungsmaklers. Darin verwaltet das Büro seine Kunden, ihre Verträge und alle Unterlagen dazu. Man kann es sich als Kundenakte und Bestandsverwaltung in einem vorstellen, zugeschnitten auf die Versicherungsvermittlung.
Was macht ein Maklerverwaltungsprogramm?
Der Umfang unterscheidet sich je nach Anbieter. Typisch sind diese Aufgaben:
- Kunden und Verträge: Stammdaten, Haushalte, Verträge je Sparte und deren Laufzeiten.
- Dokumente: Policen, Anträge, Schriftverkehr und die Beratungsdokumentation in der Kundenakte.
- Schäden: Schadenmeldungen und ihr Stand.
- Courtage: Abrechnung und Kontrolle der Provisionen.
- Aufgaben: Wiedervorlagen, Fristen und Termine wie das Jahresgespräch.
Wie kommen Daten ins MVP?
Ein großer Teil kommt von den Versicherern. Für den Austausch hat die Branche eigene Standards, etwa den GDV-Datensatz für Vertragsdaten und die Normen von BiPRO für Prozesse zwischen Versicherer und Vermittler. So landen neue Policen und Änderungen im Bestand, ohne dass jemand sie abtippt.
Was der Kunde selbst schickt, kommt dagegen über viele Wege: per E-Mail, über ein Kundenportal, am Telefon oder im Chat. Genau da entstehen Lücken, wenn ein Teil der Kommunikation auf einem Privathandy bleibt.
Was unterscheidet ein MVP von einem CRM?
Ein CRM verwaltet Kundenbeziehungen allgemein, oft mit Fokus auf Vertrieb und Verkaufschancen. Ein MVP ist auf den Versicherungsbestand ausgelegt: Verträge, Sparten, Courtage und der Datenaustausch mit Versicherern. Viele Maklerbüros nutzen das MVP als führendes System und brauchen daneben kein eigenes CRM.
Wie kommen WhatsApp-Chats ins MVP?
Über eine Schnittstelle, aber nicht per Knopfdruck. SendSeven bietet keine fertige Verbindung zu einem bestimmten MVP. Diese Wege gibt es:
- Von Hand: Transkript der Unterhaltung als PDF herunterladen und in der Kundenakte ablegen. Für ein kleines Büro reicht das oft.
- Automatisch weiterreichen: Ein Webhook meldet jedes fertige Transkript. Mit n8n, Make oder Zapier geht die Datei in ein Dokumentenarchiv, einen Cloud-Ordner oder per E-Mail weiter.
- Direkt ins MVP: Mit der REST API und etwas Entwicklungsarbeit, sofern Ihr MVP eine Schnittstelle für Dokumente anbietet.
Umgekehrt können Sie Kontakte aus dem MVP in SendSeven importieren. Ein Import dokumentiert aber nur eine Einwilligung, die es schon gibt. Er ist kein Nachweis für ein Opt-in.
Welche Rolle spielt SendSeven neben dem MVP?
Das MVP bleibt die Akte. SendSeven ist das Team-Postfach davor: WhatsApp, E-Mail, Live Chat und die anderen Kanäle laufen dort zusammen, und das ganze Team sieht jeden Verlauf. Opt-ins und Chatverläufe sind revisionssicher dokumentiert, und jedes Transkript kann als PDF in die Akte. Wie das im Alltag aussieht, zeigt unser Artikel Beratungsdokumentation per WhatsApp. Den Überblick über alle Kanäle im Maklerbüro gibt der Leitfaden zur Kundenkommunikation für Versicherungsmakler.
Beispiel aus dem Maklerbüro
Ein Büro mit drei Mitarbeitenden nutzt sein MVP für Bestand und Kundenakten und SendSeven für WhatsApp. Schließt ein Kollege eine Unterhaltung, erzeugt SendSeven automatisch das PDF-Transkript. Ein Webhook stößt einen Ablauf in n8n an, der die Datei in einen Ordner legt, aus dem das Büro sie einmal am Tag in die passende Kundenakte übernimmt.
So bleibt das MVP das führende System, und kein Chat geht verloren, nur weil er auf einem Handy stattgefunden hat.
Hinweis: Dieser Glossareintrag dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung.